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Regenbogenspinnereien

Jedes Jahr zu Ostern befallen sie mich - Regenbogenspinnereien!

Es hat schon Tradition, dass erst die Ostereier im bunten Wasser schwimmen und dann die Spinnarbeit des gesamten letzten Jahres.
Übers Jahr habe ich 132g selbstgesponnene Wolle geschafft *winkewinke-an-Jula*.
Heuer wollte ich mal "den perfektenRegenbogen" schaffen. Zuerst habe ich die Wolle  in kleine Partien unterteilt - 17 wurden es. Dann hab ich mir das Farbschema überlegt.
Im Garten gings dann ans Färben. Erstmals habe ich die Wolle nicht stundenlang vorher in Essigwasser gelegt, wegen Zeitmangels weil ich mal probieren wollte ob es so auch funktioniert. Tut es, wie ihr seht, das Ergebnis ist vielleicht nicht so gleichmäßig, ich sag einfach mal: War total gewollt so!
Jedes Farbbüschel ist etwa 5 bis 10 Minuten im kalten Farbbad geschwommen. Ganz normale Ostereierreste, angemacht nach Packungsvorgabe mit einem kräftigen Schuss Essig.

Die überschüssige Farbe habe ich gut ausgedrückt und dann alles in Klarsichtfolie verstaut. Das mache ich, damit beim nächsten Schritt nicht gelb neben blau zu liegen kommt, heuer wollte ichs echt mal farbrein.

Diese Wurst kommt nun in eine Schüssel und 3-4 Minuten in der Mikrowelle. Die Flüssigkeit in den Fasern muss einmal "aufkochen" damit sie haltbar bleibt.

Auswaschen - trocknen - fertig!

Klingt erstaunlich einfach, ist es auch. Die Farbe hält bombenfest, könnt ihr z.B. bei diesem Stück sehen. Ich verwende es sehr oft, es ist schon öfters mit der Hand gewaschen worden, es geht wirklich nichts mehr aus.
Falls ihr Baumwoll-Stoff mit Ostereierfarben färben wollt - lasst es bleiben. Sie halten nur auf Wolle, ich hab das schon getestet.
So sieht das vorläufige Endprodukt aus - mal schauen was draus wird.

So nachösterlich bunt gehts zum Creadienstag und zum Upcyclingdienstag und Link your stuff
und selbstverständlich zur Rainbow-Style-Week-4!

April 12tel








gesehen:

Der Osterhase! Da!

Und da! Und da und da und da...
Ihr seht ihn nicht - ich war auch zu langsam... Aber mein Kind ist fest davon überzeugt der Osterhasenbau MUSS da ganz in der Nähe sein...

gedacht:

Wie sehr der kleine Fuchs mein Leben bereichert! Ihr könnt es in diesem Post nachlesen.

gehört:
Vögel, Wind

gerochen:
nichts, zu viel Wind


Weitere 12tel Blicke findet ihr hier bei Tabea und andere Sinnblicke sehr ihr da bei Anette.



innen und außen

Das ist eigentlich gar nicht mein Post, ich bin nur die Sekretärin für mein Kind.
 
"Mama, ich mach was für dich" 
"Aaaahaaa, also ich steck das Steckerl nicht ein. Weder ganz noch zerkleinert." 



"So gehts besser."


"Da schau, das ist für dein innen-außen."
"...." = sprachlose Mutter
"Da innen, da ist das Leben. Und außen die Rinde geb ich jetzt runter."

Ist doch eine perfekte Freitagsfreude, die ich selbstverständlich mit dem 180 Grad Blick verlinke!


Retro-Alpin...

... so nenne ich meine neueste Tasche.


Vorgestern war ich bei Ikea. Die neuen Stoffe im Holz-und Seildesign mussten unbedingt mit. Dazu gibts noch Spitzen aus Omas Fundus und ein altes Pfoard (Hemd) meiner Tante.

Den Schnitt, ein Freebook, habe ich bei leni pepunkt gefunden. Er heißt Faltenliebe. Die Falte find ich wirklich großartig!
Meine Änderungen:
Nur ein Henkel, ich habe ihn mit zwei Lagen sehr dickem Vlies gefüllt und entlang der Seilkordeln abgesteppt. Eine ziemliche Arbeit - aber wirklich herrlich plastisch.
Alle Boden-Außenkanten habe ich nochmals abgesteppt, damit steht sie sogar von alleine, ich finde die Falten kommen auch besser zur Geltung.



Die Außen- und Innenansicht passt ja irgendwie prima zum Thema der 180 Grad Fotoserie :-)
Sehr kitschig - aber schön! Liebe Grüße an die Rums-Gemeinde sowie Nix-plastix-Verfechterinnen!


180Grad. #2. innen und außen

Kennt ihr Friedensreich Hundertwassers 5 Häute?
Ich möchte euch seine Gedanken dazu vorstellen, denn bei einer Haut gibt es immer ein Innen und ein Außen.



innen: meine Gedanken und Gefühle - ICH
außen: nicht ich und doch hat es Einfluss auf mich




innen: das tolle Gefühl viel davon selbst gemacht zu haben
außen: Viele Menschen die Gewand tragen, das unter unwürdigen Bedingungen hergestellt wurde.




innen: mein Rückzugsort
außen: so viel, das ich noch nicht kenne




innen: eine mich liebende Familie, wunderbare Freunde, viele Bekannte
außen: Mensch mit Gedanken die ich nicht verstehe - ich bemühe mich auch nicht bei allen darum 



innen: brodelndes Leben, ganz viel Kraft steckt in unserer Erde
außen: Ist da was? Ich glaub schon.


Nun seid ihr eingeladen  innen und außen zu zeigen!




Frühlingsdrachen






Mehr himmlische Bilder gibts samstags bei der Raumfee.

Frosch-Weste

... so haben meine Schulkinder meine neueste Errungenschaft genannt.



Eine Weste wie diese suche ich schon lange... gibts nicht käuflich zu erwerben. Zu kurz, zu eng da, zu weit dort... ihr kennt das Spielchen. Nach einiger Tüftelei ist er nun fertig, mein Westen-Prototyp. Ich bin total zufrieden! Da wirs mehr davon geben.

Der Stoff ist (für mich) etwas Undeffinierbares, zwischen Jersey und Interlock, er fällt sehr schön. Die Kanten sind einfach mit der Overlock versäubert.

Fröhlich quakend hüpfe ich also zu Rums und zum Kopfkino

Edit: Wieder mal eine Österreich-Deutsch-Verwirrung :-)
So ein Ding, egal ob gestrickt oder aus Jersey heiß bei uns Weste - es hat Ärmel! Ärmellose Dinger heißen Gilet, wieder unabhängig vom Material.



Origami Market Bag


Nina hat an einem der letzten Upcycling-Dienstage eine Origami-Market-Bag aus einem Hemd genäht. Wie ihr seht, ich hab mich inspirieren lassen.

Nur der Hemdstoff alleine war mir zu labbrig. Vor dem Falten habe ich das Hemd-Rechteck mit einer Ikea-Stoffschicht verstärkt.
Der Henkel besteht nur aus dem Hemd. Ich habe ihn oben gerafft zusammengenäht und gaaaanz absichtlich ;-) einmal in sich verdreht angenäht. Ist aber sehr angenehm so! 
Da die Tasche leicht auseinaderklafft habe ich das letzte Resterl Knopfleiste zu einem Verschluss verarbeiten.

Grüße auch an die Dienstags-Creativen und Nix-plastix-Liebhaberinnen!

Flötenbandel


Vor zwei Monaten habe ich mir eine Tenorflöte geleistet. Im Vergleich dazu seht ihr die Sopran-Blockflöte. Die Tenorflöte ist doppelt so lange und eine Oktave tiefer, entspricht also der Singstimme.
Die Tenorflöte klingt wunderbar warm und weich, einfach ein bisschen weniger "quietschig" als eine Sopranflöte. Allerdings ist sie ziemlich lange und schwer. Für ganz teure Flöten gibt es Halterungen die ins Holz gebohrt werden, dann kann man sie umhängen.

Meine neue Flöte anzubohren - das würde ich mir nie trauen. Ich dachte, dass müsse doch anders gehen...



Tut es, wie ihr seht! Da ich diese Lösung noch nie gesehen habe, schicke ich sie zu Scharlys Kopfkino.
Unten hält ein sehr fest geknüpftes Wollbändchen die Flöte. Dann kommt ein Stück unelastisches Bändchen in das ich einen Karabiner hänge. Man kann die Flöte also leicht "ausklinken". Um den Hals herum geht ein Band das aus Jersey und einem extrabreiten Webband besteht. Der Jersey ist deutlich breiter, damit nichts kratzt.

Heute Vormittag - welch Sonntagsfreude - spiele ich beim Musikschulkonzert mit, ebenso wie der kleine Fuchs. Alle Flötenmusikschüler spielen, aber auch die Eltern und wer sonst noch gern flötet. Die Stücke beginnen sehr einfach und werden sauschwer anspruchsvoller. Das Tolle ist, das ganz kleine Zwerge neben wirklichen Profis sitzen und gemeinsam spielen. Auch die Flöten sind bunt gemisch, von Sopranflöten bis zu Subbässen (=nochmals doppelt so lange wie meine Flöte!) ist alles dabei. Ich bin aufgeregt und freue mich sehr!


Monatshimmel.März



Diese Himmelsfleckerl sind eine Aktion von holunder. Ein ganzes Jahr lang fotografiert sie täglich den Himmel. Im März war ich mit von der Partie.

Wie schön diese Zusammenstellung ist! So viel geballter Himmel stimmt mich einfach freudig!

Den April lass ich aus. Ich habe mir vorgenommen, dass bloggen mich niemals stressen soll. Aber im Mai - da bin ich wieder mit von der Partie!

Und hier der Bodensee zum Vergleich:



In der Wertung "Blitzblau" hat holunder eindeutig gewonnen.
Doch die Kategorie "imposante Wolken" konnt ich für mich entscheiden ;-)

Liebe Grüße an die Himmelsfreunde und die Raumfee.



Freudenzeit

Im Grunde mag ich so "Sammelposts" nicht.
Ich habs lieber sortenrein.

Aber wenns diese Woche so viele Freuden gibt!!! Wegen Freude 1 kommt alles andere ein wenig kurz...


Freude 1 - Der Frühling
Gartenarbeitszeit. Alles geht noch so leicht von der Hand, später im Jahr macht jäten einfach nicht mehr so viel Freude.


Freude 2 - 180 Grad
Endlich hab ich es geschafft meine lang gehegt Idee in die Tat umzusetzten. Schaut da, wenn ihr wollt. Ich wäre so gespannt auf eure Sichtweise!


Freude 3 - Fuchs-Post
Diese Woche habe ich meine Frühlingspost verschickt! Das Thema war eine Druckgrafik. Ich konnte mich nicht für eine Technik entscheiden...


Freude 4: Häusl-Decke
In Österreich wird das WC auch Häusl - kleines Häuschen - genannt. Früher waren die Toilletten nicht im Bauernhaus. Sie befanden sich draußen in einem extra Häuschen, auch Plumpsklo genannt. Oft hatte es ein Luft-Guck-Loch in Herzform an der Türe.
Die Idee hab ich für die Babywickeldecke aufgenommen. Die Decke ist da gesteppt, wo die gedruckten Bretter enden. In Wirklichkeit ist sie wunderbar plastisch.


So, durch den größten Teil meiner Freuden habt ihr euch nun gewühlt. Bei knuddelwuddels gibts noch viele, viele mehr!

180Grad. #1. hinten und vorne






 
Im nördlichen Niederösterreich und im Burgenland sind Dörfer meist so aufgebaut:
Die Straßenzeile ist geschlossen.
Die Grundstücke sind relativ schmal,dafür sehr lange.
Nach dem Hof kommt meist der Garten und geht über ins Hintaus...





Oft steht ein Stadl im Hintaus. Das Hintaus kann eingezäunt sein, ein Tor haben oder langsam in die hintere Straße übergehen. Hintaus gibt es als Verb und als Nomen, die Bedeutung ist nicht ident mit Hinterhaus.

Vornaus soll die "schöne Fassade" beeindrucken.

Im Hintaus darf sich die Ordnung ein bisserl auflösen. Die Veilchen dürfen wachsen, der Putz abbröckeln, das Stadeltor schief sein, nutzlose Geräte dürfen in Würde verrosten. Natur darf sich ausbreiten, nicht alles wird gezämt.
Hintaus ist der gemütliche, unaufgeregte Platz in einem Weinviertler Dorf, wo Kinder spielen und Opas fachsimpeln.





Ihr lest hier meinen ersten 180 Grad-Post. Wollt ihr euch auch zu "hinten und vorne" Gedanken machen? Ich würde mich freuen, wenn ihr eure Assoziationen mit einem oder mehreren Fotos (Zeichnungen? Nähstücken?) festhaltet! Fühlt euch frei das Thema zu interpretieren wie ihr wollt!