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Februar 12tel


Summerers Weinkeller Ende Februar.

Ich mag Winter gerne. Aber nun darfs Frühling werden! Mir geht der Matsch so auf die Nerven. Kaum geht das Kind raus, und das tut es (leider ;-) täglich - versinkt es im Gatsch. Die gefütterten Gummistiefel haben sich heuer so richtig ausgezahlt!



Die Idee hinter dem 12tel Blick: 12 mal im Jahr ein Foto vom selben Platz zu machen. Ich bin heuer schon das dritte Jahr dabei. 


Schuhe machen


In der bunten Blogger-DIY-Welt gibt es so unendlich viele tolle, abgefahrene, erstaunliche, beeindruckende Werke. Ihr kreativen Selbermacherinnen könnt so viel!
Lampen behübschen und Brot backen. Schmusetiere herstellen und Bilder malen. Pullis stricken und Shirts upcyceln. Möbeln restaurieren und Fotokunstwerke schießen. Gedichte schreiben und Bücher zur Deko zerschnippseln. Patchworkdecken erschaffen und Palettenmöbel bauen. Gedanken in Geschichten packen und und und

Aber mein heutiges Werk... das ist selten. Hand hoch, wer hat schon mal selbst Schuhe gemacht? Ah, einige Kinderpatschen. Fein! Hat irgendjemand Damenschuhe im Programm? Ich schon! Meine Güte - ich bin so stolz! Merkt man das ;-)

Wir alle tragen Schuhe. Und viele von uns besitzen mehr als die notwendigen zwei, drei Paar - nicht? Aber kennt ihr auch jemanden der Schuhe herstellt? Oder eine Fabrik in euerer Region? In eurem Land? Wohl eher nicht.
Schuhe kommen einfach nicht mehr aus Europa. Sie werden in China unter schrecklichen Arbeitsbedingungen hergestellt. Aber dort wird auch schon ausgelagert. Wisst ihr, China ist nämlich schon zu teuer. So richtig billig wird nun in Äthiopien produziert. Die Herstellung dieses Alltagsgegenstandes ist uns einfach nicht mehr geläufig. Es ist ein totales Nischenprodukt.

Einige von euch kennen ja schon länger meine Liebe zu Waldviertler Schuhen. Hier gehts zur Firmenseite und da und da und da und da könnt ihr Exemplare an mir bewundern. In der Produktion arbeiten etwa 30 Leute, sie stellen pro Tag ungefähr 400 Schuhe her. Also gut 10 Paar pro Nase. Das klingt nicht viel! Aber wer Qualität erzeugen möchte, mit seinen Mitarbeitern fair umgeht und ordentliches Material verarbeitet - der braucht Zeit. Das alles ist in Schuhen um 19,99€ sicher nicht enthalten.


Und nun hab ich mit meinem Mann "einfach" mal selbst welche gemacht. Nach zweieinhalb Tagen geht, ach was - schwebt, man mit seinem eigenen Paar nach Hause.
Es waren intensive Stunden. Noch nie in meinem Leben habe ich so viele Nägel auf engstem Platz versenkt - und wieder rausgezogen ;-) Die Arbeit mit dem Material Leder ist eine ungewohnte. Es ist wesentlich dehnbarer als wir glauben! Außerordentlich fein war auch das Plauschen mit den anderen Kursteilnehmern. Was für ein großartiges Wochenende!  Das äußerst bunte Waldviertler Kursprogramm findet ihr hier.


Am Montag habe ich euch ja schon zwei Makros gezeigt. Die Überschrift hieß Lumpazivagabundus. Warum? In dem österreichischen Theaterklassiker von Nestroy kommen drei Gesellen vor: Zwirn, Leim und Knieriem - Scheider, Tischler und Schuster. Die Arbeitsgeräte von Tischler und Schneider sind uns bekannt, aber einen Knieriemen habe ich das erste mal verwendet. Damit wird der Schuh am Oberschenkel fixiert, damit man beide Hände zum Nähen frei hat.  So einfach, total genial!

Wer noch weitere Infos möchte, wird bei der Sendung mit der Maus fündig:
Stöckelschuhe und Maßschuhe  



Februar Pong




Die Idee:
Jahreszeitenbriefe schickt ein Foto-Ping in die Welt. Mit Pong kommt es am Ende des Monts zu ihr zurück.


Ich habe mir vorgenommen meine Pongs stofflich zu gestalten. Mein Februar-Pong ist ein kleines Täschchen geworden.


Lumpazivagabundus

Lumpazivagabundus ist mir an diesem Wochenende im Kopf herumgegeistert...




Was ich da mache?
Makros können echt gemein sein!
Auflösung gibts am Donnerstag bei RUMS!


Holz-Täschling



Peterling entwickelt für den Täschling ein erweitertes Schnittmuster - für feste Stoffe. Hier seht ihr die erste Probenäh-Version. Noch nicht ganz perfekt, aber drum nähen wir ja zur Probe.


Ich dachte mir: Wenn schon für feste Stoffe, dann doch gleich ganz bockig: ein Holz-Täschling.



Schon seit dem Erscheinen des Schnittmusters hat mich der vordere Latz an eine Lederhose erinnert. Und nun haben wir ein Holz-Lederhose. Mit Eichenlaub und Eichhörnchen. Den entworfenen Hirsch fand der kleine Fuchs nämlich fad. Er wollte ein Eichhörnchen drauf.

Weil im Kindergarten mögen nämlich alle gerne Eichhhörnchen. Na bitte, so geht der kleine Fuchs heute mit einem Eichhörnchen aus.




zu Besuch




Ich bin heute zu Besuch bei Holunder... zumindest im Internet.
Wollt ihr mir folgen?
Na dann auf zum Bodensee!


Schneckenscharf


My kid wears sein Faschingskostüm.
Gestern, heute und auch morgen. Ich fürchte auch noch am Aschermittwoch...

Aber was heißt hier eigentlich "tragen"? Er IST Zottelkralle. Kennt ihr nicht? Ist schon seit dem Vorjahr bei uns, ich schick euch mal retour.

Neu ist heuer nur das langärmelige Shirt. Eine wanzenwildwunderbare Zahnlücke gibts mehr. Übers Jahr hab ich es nicht geschafft ihr bessere Manieren beizubringen. Ich hoffe auf das nächste Jahr.




180 Grad. #22. alles und nix


Hier könnt ihr mein diesjähriges Faschingskostum sehen.

"Waaaaas?", höre ich da einige von euch schreien. Unter meinen Leserinnen gibts ja ein paar sehr kreative Kostumnäherinnen. "Das soll ein Kostüm sein?"

Zu meiner Verteidigung kann ich einbringen: Ich brauche es am Faschingsdienstag. Ich bin Lehrerin, ich muss darin arbeiten. Und ich kann euch nur sagen, der Faschingsdienstag ist einer der Tage, an denen mein Geld echt hart verdient ist. Die Prinzessinnen kommen schon mit einem gewaltigen Zuckerschock, angesammelt in den letzten Tagen, in die Schule. Die Hexen müssen den Löwen beweisen wie gemein sie sind, diese brüllen jedoch lautstark zurück. Kätzchen haben an disem Tag ein unglaubliches Kuschelbedürfnis und müssen schauen, dass sie weder von den Indianern noch den Cowboys abgemurkst werden. Die Ninjas, die sind wenigsten nur mit ihresgleichen beschäftigt. Einen von ihnen fliegt immer gerade durch die Luft. Natürlich mit lautem "Huuuuaaaa!". Das und noch viiiiel mehr geht typisch am Faschingsdienstag bei uns ab.

Mein Kostüm fällt also definitiv in die Kategorie "Arbeitskleidung".

Ihr seid immer noch nicht überzeugt von meinem Kostüm?  
Nun, ich kann euch sagen:

Oft muss man im Leben ALLES anschauen,
sonst hat man vielleicht NIX verstanden...



Ihr möchtet uns auch ALLES und NIX zeigen? Ich sonntags-freue mich schon auf ALL euer NIX! Ob österreichisch oder nicht.



Gartenblüten-Seife

Seit drei oder vier Jahren, so genau weiß ich das gar nicht mehr, stellen wir unsere Seife selbst her. Wir verwenden sie nicht nur zum Händewaschen, sondern auch beim Duschen und Haarewaschen. Und zwar ausschließlich.


Viele Leute sehen mich entsetzt an, wenn ich ihnen das erzähle. Kein Shampoo?! Kein Conditioner?!! Seife für die Haare?!!!

Die Inhaltsstoffe meines Produktes sind recht überschaubar. In diesem Fall: Kokosöl, Olivenöl, Rapsöl, Rhizinusöl, Grüntee, Zitronensäure, Natron, Rosenöl, Rosengeranienöl, Rosmarinöl und eine Menge getrockneter Blüten aus dem Garten.

Es ist mir ein Freude, mich damit zu pflegen. Außerdem stelle ich die Seife immer mit meiner Freundin Angela her. Schließlich hat sie mich zu einem Seifenkurs überredet. Genau so wie zu diesem Blog hier. Gut, nicht?


 

Kaiserwetter






Annaberg - Österreich




Fortsetzung!

Ich setze zwei meiner Lieblingsprojekte des Vorjahres fort: Übers Jahr eine Decke zu quilten und jedes Monat ein Shirt zu nähen! Hier gehts zur alten Decke.

Diese Woche habe ich auf zwei Blogs gemeinsame Aktionen entdeckt. Bei Julchen näht entsteht die Decke, bei Santa Lucia Patterns entstehen 12 Tops. Mit leichtem Druck von außen, weden meine Projekte einfach schneller fertig ;-)

Jänner - Shirt:

Shelly, what else? 
Ich nenne sie 70er-Küchnefliesen-Shelly. Mein Mann findet sie scheußlich... war zu erwarten. Retrostoffe sind nicht so sein Ding. Ich muss zugeben, so ganz vorteilhaft ist das Muster vielleicht nicht, aber schön! Dazu passt dieser alte Loop.



Jänner - Decke:

Die Decke ist als "Tagebuch" geplant. Die ersten Tage des Februars habe ich genutzt zurückzuschauen. Ich habe überlegt wie ich die Essenz des Monats auf Stoff banne und welche Ausmaße die Decke haben soll. Ich bin ja lernfähig! Im Vorjahr bin ich mit "so ungefähr die Größe" ins Projekt gestolpert. Mit der Folge, dass es keine Rückseite gab.




Ungemusterte ausgemusterte Sessel


Das sind ungemusterte, dafür ausgemusterte Sessel!

Mal langsam von vorne:
Bei Lotta liebt Blau gibt es die Linkparty Herzensdinge. Gezeigt werden sollen Dinge, die man nie hergeben würde, die einem besonders ans Herz gewachsen sind.

Aus diesem Grund habe ich auch meine alte Zeichenmappe durchwühlt. Aufgehoben habe ich alle Zeichnungen von 8 Jahren aufwärts - also viele! Seit einigen Jahren habe ich schon das Gefühl, mich endlich davon trennen zu können - nun ist es so weit. Ich habe einige, wenige Stücke herausgezogen - der Rest ist nun weg! Ich bin so ein fürchterlicher Hamster. Hebe alles auf. Ich kann auch alles nochmals brauchen!

Wie dieses Bild hier. Entstanden ist es auf der Pädagogischen Akademie (da wo man Lehrerin wird). Es ist mit goldenem Spray auf braunem Papier entstanden. Das Bild schicke ich zum Mustermittwoch - obwohl sich die Musterung ja in Grenzen hält. Dieses Monat werden beim Mustermittwoch Möbelmuster gesammelt.

Es ist schön, dass ich dieses Bild ausgegeraben habe. Ich weiß auch jetzt schon, dass es mir noch mal leid tun wird die Zeichnungen weggeschmissen zu haben. In fünf Jahren gibt es bestimt weider eine Aktion wo ein altes Bild gepasst hätte. Und trotzdem. Ballast abwerfen tut manchmal gut!

 




Valentin

Valentin, so heißt das neueste Familienemitglied unsere Großfamilie. Natürlich bekommt er von  uns gleich mal etwas Genähtes geschenkt!

Die Strampelhose ist aus Ottobre 1/14, genäht in Größe 50. Ich kann euch nur sagen, diese Füßchen sind verflixt klein!
Das Sackerl ist nach eigenem Schnitt - so weit man das hier überhaupt sagen kann - entstanden.

Selbstverständlich sind alle Stoffe upgecycelt oder aus der Restlkiste, schließlich sind Valentins Mama und Papa Großlieferanten meines Altkleider-vernäh-ich-noch-Fundus!
Ein williges Model hab ich auch gefunden!

Bleiche-Fuchs-Hose

Ruhig stehen fürs foto war diesmal nicht drinnen. Was solls, my kid wears sein Gewand eben.

Die Hose stammt aus der Ottobre 4/14. Gefallen hat sie mir wegen des schrägen Knie-Einsatzes. Ich finde die Passform geht so. Sie hat hinten keinen Sattel, es gibt Hosen, die an dieser Stelle einfach besser sitzen.

Sämtliche Jeans-Stoffe sind upgecycelt. Diese extrem bleichen Stellen gefallen dem kleinen Fuchs nur mäßig. 

Ich fürchte, zur Lieblingshose wird sie nicht werden, aber die beiden Füchse werden schon dazu beitragen, dass sie nicht im Kasten verkommt.






180Grad. #21. spitz und stumpf

Komplett unphilosophisch kommt mein heutiges 180 Grad Thema daher. Aber sonntagsfreudig!


Ihr seid wieder eingeladen eure Interpretationen zu verlinken.