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Dunkelblau

29. November 2017
Dunkelblaue Twill-Hose

Dieses Monat gilt es bei den 12 colours of handmade fashion eine eigene Farbe zu finden. Meine Farbe ist Dunkelblau. Blau ist die Basisfarbe meines Gewandes und ich wollte unbedingt den eigenen Hosenschnitt vom grauen Vormonat überarbeiten. So bunt ich sonst unterwegs bin, bei Hosen trage ich ausschließlich einfarbige, gedeckte Farben.

Dunkelblaue Twill-Hose

Aber ein wenig Augenzwinkern muss doch dabei sein. Mein Inspirations-Kristallisationspunkt war das Sternenwebband der Gürtelschlaufen. Zu dem dunkalblauen Twill von Biostoffe.at (suuuper Qualität) habe ich sämtliche Futterstoffe und Verzierungen in den Webbandfarben gewählt.

Dunkelblaue Twill-Hose

Den Look der Hose mag ich wirklich sehr - aber noch viel genialer ist der Sitz. Heureka - ich hab es geschafft. Sie sitzt perfekt und ist bequem. Herz (Kreuz, Popsch, Oberschenkel) was willst du mehr? Auf den Fotos seht ihr die ganz frisch angezogene Hose. Beim Tragen gibt sie noch ein wenig nach und sitzt damit nicht ganz so körperbetont.

Dunkelblaue Twill-Hose

Auf den Bildern erkennt man einfach gar nix... abends im November etwas Dunkelblaues zu fotografieren klappt einfach nicht. Bilder sind mir sonst wichtig - eine passende Hose ist aber definitiv noch wichtiger!

 Shirt mit Rollrand
So zum Drüberstreuen ist noch ein Shirt entstanden. Der Fuchsstoff hat einfach genau die Webbandfarben und Sterne in sich. Das Restl hat gerade noch für die Ärmel gereicht. Schnitt ist mein Basic-Shirt, entstanden aus Statement Ottobre 2/17.


   

Grau

31. Oktober 2017


Ich habe da eine neue Liebe in mir entdeckt: gelben Zierrat! So geschen bei diesem Kinderoutfit. Auch zur Farbe Grau, bei 12 colours of handmade fashion, passt Gelb hervorrgend!

Genäht habe ich einen neuen Schnitt. Endlich. Mit Walter Lunzers Hilfe (lest bei mamimade nach) habe ich einen Jeansschnitt für mich entworfen. Ziel: Einen ultimativ genialen Popschschmeichler zu kreierern.



Mit den Jahren habe ich mir einen ganz gut sitzenden Stoffhosenschnitt ernäht - aber so ein klassicher Jeansschnitt fehlt mir einfach! Gut Ding braucht Weile - und bei Hosen kommt gleich noch eine Prise Unendlichkeit dazu.

Der graue Schnürlsamt (Ja, so witzig heißt das in Österreich.) lagert seit vielen Jahren im Keller. Da ich meine Figur ja kennen, war klar dass der erste Wurf noch nicht so ganz sitzen wird. Da verzeiht Schnürlsamt wohl mehr Fehler als bockiger Jeansstoff. 


Trotz vieler Messerei, am Oberschenkel - auf Schritthöhe, ist zu viel und zu wenig Stoff. Dieses Paradoxon kennen nur Hosennäherinnen: Die Leibhöhe ist zu lang, der Reißverschluss gehört gekürzt. Um den Oberschenkel ist ein bisschen zu wenig Stoff und in der Schrittiefe, am Hinterblatt, ist viel zu wenig Stoff. Das macht zwar einen netten Popsch (wollt ich ja) zwackt aber dann doch ein wenig. Also nächstes Mal gibts: weniger - mehr - viel mehr.


Was richtig gut geworden ist: der Bund! Sitzt genau da wo er hin soll, und bleibt auch bei Bewegung da. Yes! Wo die Herausforderung meiner Figur liegt erkennt man im Liegen: Ich habe ein gekipptes Becken... und vom Becken gleich noch reichlich. Bei Normschnitten steht mir hinten nicht nur das Kreuz aus, sondern gleich der halbe Hintern. Die Lösung für mich ist eine ziemlich große Passe in der im Grunde ein fetter Abnäher versteckt ist. Der Bund ist extrem gerundet und vorne viel schmäler als hinten.



Die Passform ist schon recht gut, aber so richtig glücklich macht mich das Grau-Gelb-Farbspiel.


Zufrieden mache ich mich ans Zuschneiden der nächsten Hose - das krieg ich schon noch hin!


Blau - Partnerlook

28. Juni 2017

Ja, da schaut er unser Schuppi! Perfekter Meeres-Partnerlook... ohne Meer. Aber so kleinerlich ist er nicht, er fühlt sich in unserem Garten-Grün recht wohl, ebenso wie wir in unserem neuen Blau-Outfit.

Die beiden Hosen waren die wirklich wichtigen Nähwerke für diesen Sommer, aber die Partnerlook-Leiberl machen es erst so richtig perfekt.



Meine Hose ist nach eigenem Schnitt entstanden und enthält erstmals den Kinder-Standard-Bund. Meine Güte ist das genial, das mach ich ab jetzt nur mehr so! Also: Normaler Zipp-Knopf-Bund vorne, etwa bis zu den Taschen. Danach wechselt der Bund zu einem Jersey-Streifen mit Gummibund. Auch wenn dieser Hosenschnitt schon recht gut an mich angepasst ist, trotz der rüchwärtigen Abnäher steht bei einem "normalen" Bund irgendwie doch immer was ab. Hier nicht! So genial!

Mir stehen einfärbige Hosen einfach besser als gemusterte, aber so eine hübsches "trachtiges" Innenleben ist einfach fein. Witzigerweise ist ja der Blaudruck durchaus auch in Küstenregionen ein Trachtenstoff.
Das Knopfloch ist wie immer ein gestürztes Knopfloch. Seit ich fürs Stürzen Jersey verwende, bin ich auch mit dem Aussehen der Innenseite ganz zufrieden.



Mein Shirt ist eine Mabinta, ich habe die rückwärtigen Abnäher gemacht und zusätzlich einen unter der Achsel eingefügt. Das ist noch nicht perfekt, da muss ich noch ein wenig am Schnitt nachbessern.


Das Gewand vom Kleinen Fuchs finde ich rundum gelungen. Die Kombination ist total süß! Der Hut ist schon recht alt, die Hose -Ottobre 3/17- hier und da schon genäht. Der Sattel am Shirt -Tomboy- ist durch Stoffknappheit entstanden, aber wohl erst dadurch so richtig gut geworden.


Wir lieben Blau!


maritime Sehnsucht

17. Mai 2017


Luftlinie Hollabrunn - Adria  367 km
Luftlinie Hollabrunn - Ostsee 607 km
Luftlinie Hollabrunn - Nordsee 762 km
Luftlinie Hollabrunn - Atlantik 1322 km



Jedes Jahr wenn es warm wird, dann kommt sie wieder. Meine Lust aufs Maritime. Wenns grünt, treibt und blüht, dann wandle ich gerne in rot-weiß-blau rum.


Das Shirt ist alt. So oft getragen, dass der Kragen wohl nur mehr ein paar Wäschen hält. Roter Ersatz muss also baldigst her!

Die Hose ist ein Jahr alt, hat es aber noch nicht zu einem eigenen Post gebracht. Tssss!
Der Schnitt ist von mir und verbessert sich von Hose zu Hose. Den Twill mag ich sehr gerne. Er ist schön steif und hält meine Pölserchen zusammen, ist aber trotzdem nicht dick. Gekauft habe ich ihn vor Ewigkeiten bei Biostoffe.at.
Bei dieser Hosen-Ausgabe bin ich noch nicht ganz mit dem Bund zufrieden. Er ist hinten zu kurz geraten, auch die Weite war nicht perfekt. Darum habe ich im rückwärtigen Teil ein Gummiband eingezogen. Nun sitzt sie auch ohne Gürtel gut.
Richtig daneben gegangen sind die rückwärtigen Hosentaschen. Die Form ist schrecklich unvorteilhaft. Da sie aber komplett dunkelblau ohne Kontrastnähte sind ist auch das in Ordnung. Der Zipp ist fürchterlich eingenäht, aber das sieht man von außen nicht. Im letzten Jahr habe ich wirklich das Zippeinnähen gelernt, geholfen hat mir diese Anleitung von Walter Lunzer.


Die Weste ist neu. Der Rest der Welt sagt zu dem Teil Jacke, ich weiß. Aber ich bleibe da standhaft österreichisch. Der Schnitt kommt aus der Ottobre 5/15 heißt  Georgeous Grey. Eigentlich ist es ein Strickmantel. Ich habe den Schnitt auf die passende länge gekürzt und den Schnwung am Ärmel ein wenig "begradigt", da meine Stoffe wesentlich fester fallen als Strickstoff.
Richtig gut geworden ist die Haptik der Stoffkombination. Der gestreifte Körper ist aus einem Jaquard Jersey. Die Ärmel sind aus dunkelblauem, sehr dickem aber weichen Interlock, Paspel und Schlakragen aus normalesm Jersey. Irgendwie haben alle drei Komponenten die perfekte Kombination aus Festigkeit und Anschmiegsamkeit. Acuh diese Stoffe sind von Biostoffe.at.  


fuchsige Pyjamahose

27. Oktober 2016

In den letzten Wochen haben zwei von drei langen Pyjamahosen nach Jahren das zeitliche gesegnet. Sie stammen noch aus jener Zeit, in der ich mich noch nicht traute Gewand für mich zu nähen.

Was für ein tolles Gefühl das einfach zu können! Mit ein bisschen Zeit (an der mangelts meist) einem tollen Stoff (Bio-Sommersweat von Lillestoff) und einem guten Schnitt (mein eigener) ist das wirklich ein Kinderspiel. Gut, ein wenig Übung spielt auch noch mit. Aber die bekommt man, wenn man eigene, passende Schnitte entwickelt :-)

Aus akutem Hosenmagel war ich mit meiner Pyjamahose auch schon beim Pilates. Ist nicht weiter ungut aufgefallen.


Super-Helden-Hose

13. Oktober 2016
Mein Körper schwitzt nicht gerne.
Barbara Schöneberger


Meiner auch nicht. Aber nach Jahren des maximalen Bewegungsminimalismus muss ich mir eingestehen, dass Fitnessgrad und Spiegelbild nicht mehr zu mir passen.

So habe ich im Sommer eine Bewegunsinitative gesartet. Das was ich als "Sport machen" bezeichne, würden andere nicht mal als Bewegung erkennen. Meine neue Pulsuhr zum Beispiel. Angeblich erkennt sie Sportarten selbst. Tsss! Ich muss zugeben bei Radfahren, Gehen, Stiegen stiegen gilt noch immer: Ich schwitze nicht gerne. Aber bitte - ich mach es immerhin schon. Das könnte meine Pulsuhr doch anerkennen!

Eine Sache habe ich neu für mich entdeckt. Es ist echt anstrengend und -oho!- es macht mitunter auch Spaß. Echt jetzt.
Pilates tut mir gut und da schaff ich es dabei zu bleiben. Nur meine Kleidung hinkt der Bewegungsoffensive entwas hinterher. Bis jetzt gingen kurze Hosen ganz gut, aber die Zeit ist vorbei. Lange Hosen müssen her. So wie diese hier aus Sommersweat nach eigenem Schnitt.


Nach jeder Pilates Stunde bin ich fertig, aber ich fühle mich super. Heldenhaft fühle ich mich. Vielleicht liegt das an der geheimen Unterstützung der Superhelden?


This is not okay - Katalog

4. November 2015


Ich trage am heutigen Me Made Mittoch die Herbstausgabe meines This-is-not-okay-Outfits. Zur Feier des Tages, der Katalog ist nämlich erschienen! Der Nähblogger-Katalog. Hier kannst du an den Anfang der Geschichte hüpfen.

Eine Botschaft des Kataloges ist:

Kenne den Wert deiner Kleidung
und nicht nur den Preis.

Den Teilnehmerinnen des MMM ist das eine Selbstverständlichkeit. Wer in mühevoller Handarbeit selbst etwas herstellt, der überlegt sich genau ob er es braucht. Lest den Katalog, teilt ihn über alle möglichen Kanäle. Ich bin nur eine von 284 Damen im Katalog, wir alle rufen: This is not okay! Wir wollen, dass Kleidung auch im großen Stil fair Produziert wird! Jede Näherin soll unter menschlichen Arbeitsbedingungen ihr Auslangen finden!

Und wer meint er sei zu klein und unbedeutend, dem lege ich dieses Zitat ans Herz:

Falls du glaubst, dass du zu klein bist,
um etwas zu bewirken,
dann versuche mal zu schlafen,
wenn eine Mücke im Raum ist.
Dalai Lama.

Nachhaltig ist es gut zu kombinieren und nicht ein Outfit nur eine Saison zu tragen. Deshalb zeige ich euch heute die Herbst-Variante. 

mein sommerliches Katalog-Outfit:
Shirt: Shelly, hier und da
Hose: nach eigenem Schnitt
Schuhe: selbst gemachte Waldviertler

mein herbstliches Outfit:
Loop: genäht zu dieser Shelly
Jacke:  Lady Bella
Shirt: Shelly, hier und da
Hose: nach eigenem Schnitt
Schuhe: gekaufte Waldviertler


An alle Näher und Nicht-Näher wendet sich unsere Botschaft:

Blättert den Katalog durch!
Staunt!
Teilt den Katalog!
Denn es ist nicht okay
wie die Bekleidungsindustrie momentan funktioniert!  

This is not okay!

13. August 2015


Wir wissen es alle.
Wir haben Bilder im Kopf
wie Flugzeuge Baumwolle mit "Pflanzenschutzmittel" überziehn,
wie Färber in Indien im Sud stehen,
wie Näherinnen in Bangladesch wohnen.
Aber wir sind so verflixt gut im Verdrängen.
Auch bei der Nahrung, bei der Beschaffung von Rohstoffen,...

Permanentes Gejammer und Schuldgefühle lösen die Problematik sicher nicht. Deshalb bin ich so froh Teil von Susannes wirklich feiner Aktion  zu sein:

Wir machen unseren eigenen Katalog.
Einen Positiv-Katalog. 
Wir zeigen was alles möglich ist. Wir tragen ausschließlich selbst genähte Stücke oder fairwear.


Unterwäsche: Hess Natur
Shirt: Schnitt Shelly, alle Stoffe sind Biostoffe, die Rückseite dieses Beatles-Leiberl zeige ich hier
Hose: eigener Schnitt, blauer Köperstoff von biostoff.at, das Futter war einmal ein Hemd
Schuhe: selbstgemacht (Schulterklopf) beim Waldviertler Schuhmacherkurs

Bis 30. August habt ihr noch Zeit ein Outfit für den Katalog zusammenzustellen. Bei Interesse lest bitte diesen oder jenen alten Post oder wandert gleich zu mamimade weiter.

Helft mit laut zu sein!
Auf freundliche Art unbequem zu sein und sucht euch ein faires Outfit zusammen!





selbst gemacht

29. Juli 2015

Liebe MMM-Mädls!
Selbst gemachte Kleidung ist beim MeMadeMittwoch eine Selbstverständlichkeit. Genau deshalb muss ich euch unbedingt auf mamimades-Aktion aufmerksam machen:

Wir wollen faire Löhne, Arbeits- und Umweltbedingungen für alle Näherinnen. Auch in Kambodscha, Pakistan, Äthiopien... wo auch immer. 

Wir Näh-bloggerin wollen ein Zeichen setzen. Eines das auch außerhalb der Näh-Nerd-Welt wahrgenommen wird. Die Idee ist simpel. Wir zeigen einfach was geht! Ein absoluter Positiv-Katalog. Wir tragen ausschließlich selbst produziertes oder Fair Wear.

Ich hör euch schon jubeln. Ha! Wir schaffen das leicht! Tja meine Lieben... das gilt (außer Unterwäsche) für ALLES was ihr anhabt. Wo wurden denn eure Schuhe produziert? Die schicke Kette die ihr dazu umhabt? Sonnenbrille? Tasche? Ein bissl streberhaft muss ich hier auf meine selbstgenähten Schuhe hinweisen...
Wer nun Lunte gerochen hat, soll gleich mal zu Susanne (mamimade) rüberschauen, da findet ihr Anleitungsvideos und viele weitere Infos.

Aber nun zu meinen beiden neuen Teilen:


Die Bluse hat einen Vorgänger in Weiß - hier. Der Schnitt heißt Accordion und ist aus der Ottobre 2/14. Sie ist anziehbar, aber so wirklich wohl fühl ich mich nicht in ihr. Die Ärmel sind nach wie vor zu eng. Die Biesen vorne sind hübsch, aber nicht wirklich vorteilhaft, da würde auch eine ordentliche Schwangerschaftskugel reinpassen. Außerdem verdrehen sie sich selbst nach ausgiebigen Bügelsessions immer irgendwohin. Dazu trägt auch der etwas steife Stoff von Ikea bei. Der Halsausschnitt, der ja von mir geändert wurde, sitzt auch nicht so richtig... den Schnitt lasse ich nun liegen. Hier weiterarbeiten ist nicht erfolgversprechend.



Sehr zufrieden bin ich allerdings mit der Hose. Sie ist nach eigenem Schnitt entstanden - es ist bereits die Dritte (Nr.1 - Leinenhose, Nr.2 kurze Sweathose). Wie schon bei der ersten Ausgabe habe ich wieder meine "Kinderhosenvariante" Klettverschluss und Knopf gewählt. Ich find das so total praktisch! Am Bund sitzt sie nun schon fast perfekt, das rote Bändchen ist mehr Zierde den Halt. Der blaue Stoff ist von biostoff.at, der Rotweiße-Streif ist ein upgecyceltes Hemd.
An dem Schnitt arbeite ich weiter!

Männerhose

28. Juli 2015

Meinen Mann zu benähen ist schwer. Sehr schwer. Er ist einfach anspruchsvoll. Im Grunde schätze ich sehr, dass er weiß was er mag. Aber beim Nähen ist das so eine Sache. Da weiß er eher was er nicht mag. Er kann sich Nähwerke so schwer fertig vorstellen.


Für dieses Werk galt: Schlicht soll es sein. Bitte, ich hab nicht mal bunte Nähseide verwendet! Einziger Zierrat ist ein klitzekleines Füchslein. Schlichter geht echt nicht mehr.

Der Schnitt ist aus Ottobre 3/15, einem Kinderheft indem aber auch eine Papa-Kind-Hose enthalten ist. Nach dem genauen Messen habe ich mich entschieden ein Nesselmodell zu nähen - eine weise Entscheidung! Wir haben die Seitennaht etwas verlegt, den Bund geändert, die Taschen komplett überarbeitet,...

Schlussendlich sitzt sie gut und mein Mann trägt sie wirklich gerne!

Ihr kennt schon mamimades Kleidungs-Katalog-Aktion? Nein!?! Schaut zu ihr hinüber!



 

flottes Outfit

23. Juli 2015

Ich gehe seit Kurzem ins Fitness-Studio... alle die mich persönlich kennen haben nun einen Lachanfall. Aber einen kräftigen.
So. Nach dieser Pointe gut durchatmen, dann könnt ihr ja weiterlesen.

Ich nehme an einer Studie teil. Schweinehundüberwindungstechnisch ein sehr geschickter Schachzug. Ich muss da hin, schließlich will ich ja nicht die Studie schmeißen.


So weit so gut. Ein klitzekleines Problem ergab sich. Was anziehen? Ich besaß nämlich bis dato keine kurze Hose. Wozu auch? Ich sehe lächerlich darin aus! Außerdem bin ich eine totale Frostbeule und mit Leinenhosen komme ich gut durch den Sommer. Falls es mal schrecklich heiß ist ziehe ich Kleider oder Röcke an.


Nun musste also innerhalb von 24 Stunden eine kurze Hose her. An Stoffvoräten im Keller mangelts ja nicht und wie es scheint habe ich mir unlängst einen echten Allroundschnitt zusammengezimmert: den Schnitt meiner Leinenhose. Ich hab ihn einfach gekürzt und am Oberschenkel ein wenig begradigt. Einkaufen gehen ist echt keine Alternative mehr für mich! Erstens wüsste ich nicht wo ich so schnell fair gefertigtes Gewand finden sollte. Zweites passt sie mir einfach. Wo finde ich denn eine Sweathose mit Abnähern, damit die Hüfte reinpasst aber der Bund nicht absteht? Gut, das dezente Graublau wäre vielelicht aufzutreiben gewesen.


Weil ich so gut in Fahrt war musste natürlich noch eine passende Shelly dazu. In dezentem Grau, damit ich nicht so auffalle... nun hab ich also den zweiten Brüller des Tages eingefahren. Klar bin ich mir bewusst, dass Füchse auf stinknormaler Baumwolle nicht unbedingt Fitness-Studio-Standard sind. Was solls, ich auch nicht.


Stinknormal finde ich eigentlich meinen Kleiderstil:
  • Es soll passen.
  • Es soll fein ausschauen.
  • Es soll fair gefertigt sein.
Punkt eins ist heikel, aber Punkt drei ist sehr schwer zu erfüllen! Und doch, es gibt sie die tollen Firmen die Fair Wear produzieren. Die Arbeiterinnen angemessen bezahlen und ordentliche Rohware beziehen. Es gibt diese Firmen. Mit diesem Hintergedanken startet Susanne von Mamimade eine wirklich geniale Aktion:
Wir machen einen Positiv-Katalog!
Wir Näh-Bloggerinnen zeigen was alles möglich ist! 

Jede von uns bekommt eine Seite im Katalog und zieht ausschließlich selbstgenähtes oder Fair Wear - Produkte an. Leicht? Ha! Das gilt auch für Schuhe, Schmuck,...

Klickt euch doch einmal durch Susannes Beispielkatalog. Ich finde diese Idee so unglaublich genial - macht doch alle mit! Lasst uns eine lautes: This is not okay! in die Welt hinausschreien. Aber nicht nur protestieren, sondern auch gleich zeigen wie es auch gehen kann.



Und noch zwei ausführliche Videos:


 

1 aus 3 Leinenhose

3. Juni 2015
Ich bin glücklich!


Ich habe mir meine drei mäßig gut passenden Leinenhosen genommen, von allen dreien das Beste abgeschaut... tada: Meine 1 aus 3 Leinenhose ist dabei herausgekommen.


Der Stoff ist ein Leinen-Baumwoll-Gemisch. Wie ihr am Foto sehen könnt, er verdrückt sich - aber nicht so schlimm. Kinderhosen nähen, das kann ich mittlerweile richtig gut. Daher habe ich auch die Verschlussart: Knopf und Klettverschluss. Erstens ist die Fummelei beim Zippeinnähen immer sehr nervenaufreibend. Außerdem stört es mich bei dünnen Stoffen sehr oft, dass die obere Stoffschicht des Verschluss bei Bewgung oft ein wenig absteht. So sitzt alles ganz akkurat.

Der Recycle-Anteil:
Knopf - von der alten Gendarmeriuniform meines Opas
gestreiftes Futter - eine Bluse meiner Tante
Spitze - aus den Beständen meiner Oma, aufgewickelt war sie auf einem alten Kartonplättchen, der Preis ist in Reichsmark!!! angegeben - also hat sie jemand vor mindestens 70 Jahren erstanden. Sie ist zwar brandneu - aber das gilt doch wohl auch schon als Upcycling.


Die Passform der Hose ist fürs erste ganz in Ordnung. Am Bund ist sie ein wenig zu weit ausgefallen, auch ganz unten kann noch ein bisschen Weite wegfallen. Die Falten hinten deuten auch noch Verbesserungsbedarf an. Optisch wärs wohl beser, wenn Taschen ein wenig den Blick von meinem ausladenenden Popo ablenken. Aber alles in allem ist es jammern auf hohem Niveau. Keine der drei gekauften Leinenhosen passt mir wirklich. Mein Körper hat einfach ein paar Ausbuchtungen die sorgsam umnäht werden wollen.
 
Fairer Lohn für Näherinnen!

Lotta fragt in ihrer Juniaktion: Wo gehts denn hier zum Glück?

In diesem Teil steckt viel Glück!
  • Ich habe es geschafft selbst einen Schnitt zu erstellen, der schon beim ersten mal ganz gut passt.
  • Ich habe die Hose genäht - keine Kinderarbeit ist darin versteckt.
  • Der Stoff ist ein Bio-Stoff - Achtsamkeit mit unserer Erde ist mir wichtig! Mein Sohn hat es am Leiberl stehen: Gast auf Erden.
  • Ich trage ein Stück Opa an mir.
  • Meine Tante ist auch dabei.
  • 70 Jahre, oder mehr, ist das älteste Teil an der Hose.
  • Das Werkeln mit den Händen macht mich einfach glücklich.
  • Großes Glück ist es auch so eine Familie zu besitzen! An der Hose nähe ich seit drei Wochen Fertig geworden ist sie fünf Minuten NACH dem Abfahrtstermin zum Familienessen. Was für ein Glück, dass sie auf mein Glück achten!