Nerd-Wiese

14. Mai 2019
grünes Shirt mit Wiesenstoff am Ärmel und Halsbündchen

Socken aus Jersey genäht

Näh-Nerd

Leiberl:
Statment (angepasst) aus Ottobre 2/17
Wiesen-Stoff gab es mal bei Stoff und Stil
grüner Jersey von Biostoffe.at

Socken:
Hilli Hiltrud - angepasst mit einem Abnäher am Gelenk


5 Fragen am 5. - Mai 19

5. Mai 2019
Parfümflaschen
Calvin Klein - be, Mexx - black, Giorgio Armani - Acqua die Gio, Elizabeth Arden - Green Tea
Nein, das ist keine Werbung!
Das ist, extra für die neugierige Astrid, genauer erklärt.

Wie duftet dein Lieblingsparfüm?

Frisch und herb.
Ich habe in den letzen Jahren gelernt erst mal die Männerabteilungen zu durchforsten. Da finde ich wesentlich mehr als bei den Damen.

Glasferder auf altem Schreibtisch

Was war der beste Rat den du jemals bekommen hast?

Keine Ahnung!
Ich habe unglaublich lange über die Frage nachgedacht. Aber ich habe nicht das Gefühl jemals einen Rat "angenommen" zu haben. Annehmen bedeutet: Ich dachte vorher ganz anders und jemand hat mich umgestimmt, oder mir mit seiner Sichtweise einen ganz neuen Weg gezeigt. Ich kann mich an so eine Situation nicht erinnern.

Ich frage gerne Leute um ihre Meinung, aber die Puzzelteile zusammensetzen, das passiert in mir. Das was ich mache kommt zu 100 Prozent aus mir, ist meine Entscheidung. Ich glaube im Leben gibt es nicht die eine richtige Weisheit. Man kommt von vielen Seiten ans Ziel. Klar beeinflussen mich viele Leute, und das ist auch gut so. Aber schlussendlich muss ich darauf hören was ich denke was zu tun ist.

lustige Gesichter mit Kärtchen-Mund

Telefonierst du gerne?

Nein!
Seit ein paar Jahren bin ich wieder ein bissl mehr connected. Ich schreibe lieber, ein WhatsApp oder hinterlasse Kommentare in den diversen Foren. Ich hasse es mit jemandem zu reden, dem ich nicht ins Gesicht sehen kann. Hat aber den Nachteil dass man viele Dinge nicht erfährt. Ich denke sehr oft an meine Familie oder Freunde - aber da ich nicht anrufe bleibt es dabei. Und die können ja gar nicht wissen, dass sie mir eh wichtig sind.

Vielleicht hat diese Frage auch ein wenig mit der vorherigen zu tun: Wenn ich nicht weiß was ich anziehen soll, dann rufe ich nicht eine Freundin an, sondern probiere mich selbst durch den Kasten.


Pfadfinderhalstuch

Machst du leicht Versprechungen?

Jein.

Bei Kleinigkeiten bin ich schnell dabei: Bringst du mir morgen den Zettel mit? Hilfst du mir bei dem Fest in der Küche? Nimmst du mir das Buch mit? Holst du mich vom Bahnhof ab? Singst du bei der Erstkommunion mit?... Es gibt sehr viele Dinge worauf ich ganz schnell ja sage. Kleinigkeiten, die dann aber in Summe ganz schön viel Zeit in Anspruch nehmen.

Aber bei den großen Dingen, bei wichtigen Entscheidungen, bin ich sehr zöglich. Ich stehe nämlich gern zu meinem Wort. Und wenn ich was zugesagt habe, dann halte ich es in der Regel auch ein. Daher bin ich bei wirklich wichtigen Entscheidungen sehr, sehr überlegt.


Was ist dein Lieblingsdessert?

Meine Tante macht eine weiche Schokotorte mit dem Namen Susi... die ist echt gut!

Ich kann so ziemlich jedem Essen der Welt was Positives abringen, erst recht wenn es eine Süßspeise ist! Also auch Tiramisu - logisch ;-) Das musste jetzt extra für Nic gesagt werden!

Vielleicht könnte man so sagen:
Palatschinken, Kaiserschmarrn, Marillenknödel,... vor Kuchen.
Aber Kuchen eindeutig vor Schokolade.
Und Schokolade vor Eis.
Aber im Zweifelsfall ess ich einfach zur Sicherheit mal das was da ist.

Obst mag ich sehr - nur Falls wer auf die Idee käme - zählt nicht zu den Nachspeisen!



April.12tel-Blick.2019

30. April 2019
Hollabrunner Hauptplatz im April

Ja, ich bin postiv überrascht von meinem Städtchen! Die Gemeinde hat es heuer geschafft den Hauptplatz aus dem Dornröschenschlaf zu rütteln! Hinter dem aufkommenden Grün ist der Springbrunnen erneuert, ein Klettergerüst wurde gabaut, neue Sitzbänke um Brunnen, Kastanie und Kletterturm sind entstanden. Das Zelt gehört zum Kaffee hinter mir und bei Sonnenschein tut sich ein Schanigarten unter Palmen auf. Echt, das kann nett sein! Ihr müsst mir das jetzt einfach mal glauben. Denn bei 11°C und Nieselwetter schauen alle einfach nur dass sie schnell weiterkommen.

Dabei hätte ich ja auch Fotos von Weinfest: strahlender Himmel, voller Platz, Modenschau,... volles Remmidemmi. Aber ... hmm... ich trau es mich gar nicht sagen: Falscher Blickwinkel. Im Eifer des Gefechts habe ich mich auf den falschen Stein gestellt. Irgendwie war es eh so komisch, die Linien im Sucherfeld waren nicht wirklich da wo sie hinsollten. Aber die Modenschau hat mich so gefesselt, dass ich dachte so ein bissl schief wird ja nix machen. Zu Hause war klar. Geht gar nicht. No jo, so müsst ihr eben mit dem neuen aber recht unbelebten Schanigarten und wohlbekanntem grauen Himmel zufrieden sein. Das Jahr dauert ja noch eine Weile.


Hollabrunner Hauptplatz Jänner-April 2019





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Artikel 11 der Menschenrechte

20. April 2019

Das Recht ist eine schwierige Sache, die wohl immer neu verhandelt werden muss...

Es ist das Osterwochenende. Und vor 2000 Jahren starb einer. Der bekam einen öffentlichen Prozess und sein ketzerisches Verhalten war wohl auch gut belegbar. Aber war das Urteil deshalb richtig?

Aktuelles Beispiel? Lest mal hier nach, ich habe etwas zum Prozess gegen Sigrid Maurer geschrieben. Die Rechtsprechung hat nicht immer mit Rechthaben zu tun. Und trotzdem. Es gibt in meinen Augen kein besseres Instrument. Das Recht muss immer und immer wieder weiterentwickelt werden. Ich möchte mich weder auf göttliche Fügung verlassen noch dem Willen eines Diktators beugen müssen.

Frülingspost 2019

12. April 2019
Karten und Kuverts aus Kleisterpapier, Pastepaper

Diesmal war ich im Flow!

Karten und Kuverts aus Kleisterpapier, Pastepaper

Entstanden sind fast 100 Billets mit zugehörigen Kuverts - ich konnte einfach gar nicht mehr aufhören! Ich habe mit verschiedenen Kleistermischungen experimentiert, schließlich bin ich beim stinknormalen Tapetenkleister gelandet.

Karten und Kuverts aus Kleisterpapier, Pastepaper


Einzig am Thema "Pastell" habe ich mir ein wenig die Zähne ausgebissen. Schlussendlich habe ich mich für die Kombination Tapetenkleister und normale Wasserfarben entschieden. Die Wasserfarben decken nicht so gut wie Acrylfarben, das Durchscheinende ist im weitesten Sinne pastellig... na ja nicht wirklich, aber ich habe irgendwann für mich beschlossen, dass es die pastelligste Art ist die ich hinbekomme und mir gefällt. Alle Versuche mit Acrylfarben haben kein haptisch angenehmes Gefühl am Papier hinterlassen. Acrylfarben fühlen sich viel rauher an, deshalb sind 90 Prozent der versandten Kärtchen Tapetenkleister+Wasserfarben.

Karten und Kuverts aus Kleisterpapier, Pastepaper


Ganz schnell war klar: Keine Serien! Das Probieren und Werken hat mir so großen Spaß gemacht, ich wollte nicht zig gleiche Billets kreieren. Mit den Wasserfarben ergeben sich unendlich viele Farbmischungen direkt am Papier, die Buntheit hat mich sehr angezogen, mehrere gleiche Papiere - das wäre nicht ich! Ganz schnell habe ich mich auf ein fixes Format geeinigt: quadratisch. So sind die Karten und Kuverts untereinander nach Belieben tauschbar.

Karten und Kuverts aus Kleisterpapier, Pastepaper


Aus einem Bogen A3 Papier - geschätzt 250g - konnte ich drei Karten schneiden. Aus normalem Zeichenpapier - etwas über 100g - sind die Kuverts entstanden. Zwei Kuverts gehen aus einem A3 Bogen. Leider habe ich erst nach dem ersten Flow begonnen auch auf eine saubere Rückseite zu achten. Zum Schluss habe ich unter jedes Blatt ein neues Blatt Zeitungspapier untergelegt, so sind die Ränder recht sauber geblieben. Die ersten Karten musste ich daher innen mit einer bunten Lage Papier kaschieren. Nicht ganz optimal, aber in vielen Fällen  auch sehr nett, da ich so die Farbe vom Kuvert aufnehmen konnte.

Karten und Kuverts aus Kleisterpapier, Pastepaper


Ganz wesentlich an der Postaktion ist für mich das Kuvert. Ich mag es sehr, wenn auch das Kuvert zum Thema passt. Wie so oft habe ich es einfach zusammengenäht. Dieses Jahr gibt es leider keine schönen Briefmarken, da mein Papa die Post aus Kostengründen in Deutschland aufgegeben hat. Die Internetmarke gibt es in Österreich nicht, find ich aber unglaublich praktisch.

Karten und Kuverts aus Kleisterpapier, Pastepaper


Als kleines Goodie ist eine Wimpelkette aus den Resten entstanden. Die hat schlussendlich in der Herstellung ganz schön viel Zeit gekostet, sieht aber ganz zauberhaft aus.


Karten und Kuverts aus Kleisterpapier, Pastepaper

Immer wieder bekomme ich sehr erstaunte Anfragen: Du nähst Papier? Ja! Total easy! Egal ob Kuvert oder Wimpelkette - einfach das Papier ganz beherzt reinschieben, die Nähmaschine frisst alles was ihr unters Füßchen kommt. Versprochen!

Karten und Kuverts aus Kleisterpapier, Pastepaper


Während des Kleisterns dachte ich: Mit Karten und Kuverts komme ich bestimmt bis zum Lebensende! Aber ich habe so viel verschickt, es ist kaum noch was da. Macht ja nichts. Ich habe jetzt ein gutes Gefühl bekommen wie dick der Kleister sein muss für welche Art von Muster.

Karten und Kuverts aus Kleisterpapier, Pastepaper


Ein Tipp - für alle die noch Kleistern - habe ich von einer englischsprachigen Seite: Vor dem Einkleistern die Rückseite des Papieres befeuchten. Meine Papiere haben sich dadurch deutlich weniger gewellt während des Einstreichens, aber auch beim Trocknen sind diese Papiere wesentlich gerader getrocknet.

Karten und Kuverts aus Kleisterpapier, Pastepaper


Die Freude am Kleistern bleibt nun wohl für immer in meinem schöpferischen Repertoir. Danke, Michaela und Tabea! Und kaum ist die Frühlingspost geschafft, freu ich mich schon auf die Sommer-Ausgabe...


Artikel 10 der Menschenrechte

6. April 2019

Fünf Fragen am Fünften - April.19

5. April 2019
Ein Kind liest mir eben sein Lesekärtchen vor, ein weiteres wartet auf seine Uhr, dessen Zeiger ich gerade aufmontiere, einer wartet weil er im Mathebuch nicht weiter weiß... Klitzekleine Momentaufnahme meines Vormittags. Und ich schaff das noch für euch zu fotografieren!

1. Machst du oft mehrere Dinge gleichzeitig?
Ich bin Voksschullehrerin - damit ist eigentlich schon alles beantwortet. Mutitasking ist mein zweiter Vorname.
Ich bin nicht nur ein "normale" Lehrerin, ich unterrichte an einer einklassigen Volksschule. Also wuseln da Kinder von der 1. bis zu 4. Schulstufe um mich rum. Überleben kann  man in so einer Schule nur, wenn die Kinder einen Plan haben. Also jedes Kind seinen. Jaaa, das sind viele Pläne die von jemandem gemacht und überwacht werden wollen. Frau Eva Mutistasking Fuchs hat hier oft häufig manchmal immer wieder mal den Durchblick.
Damit wär das Thema geklärt.

Ich bin die zweite von links. Leicht erkennbar auf jedem Kinderfoto. Ich habe immer eine riesige Masche im Haar.

2. Mit wem hast du deine erste Freundschaft geschlossen? Hast du zu diesen Menschen heute noch Kontakt?
Ich hatte im Kindergarten einige sehr gute, fest Freundschaften. Da in meiner Ortschaft der Kindergarten voll war, steckte man mich in die Nachbarortschaft. Das war für mich total in Ordnung. Die Volksschule besuchte ich dann aber in meiner Ortschaft, und als Kind kann man ohne Unterstützung eine Freundschaft auf Distanz nicht halten. Später, im Gymnsium, habe ich keinen der Kindergartenfreunde mehr getroffen. Jetzt wohne ich auch in einer ganz anderen Gegend. Ein paar Leute sind mir über soziale Medien lose begegnet. Aber nichts, was auch nur annähernd als Freundschaft zu bezeichnen ist, ist aus dieser Zeit geblieben. 


Susanne - mamimade - hat mich im Auge.

3. Bist du in der virtuellen Kommunikation anders als von Angesicht zu Angesicht?
Sehr spannende Frage. Ich denke nein. Ich würde mich sehr freuen, wenn die paar Leute die mich auch "in Echt" kennen hier ihren Senf dazu geben. In der virtuellen Kommunikation bin ich aus Zeitmangel oft sehr knapp beim Kommentieren und Zurückschreiben. Knapper als ich es wohl von Angesicht zu Angesicht bin.


4. Vermeidest du bestimmte Musik, weil sie dich traurig macht?
Nein. Ich habe keine Musik die mich traurig macht. Zumindest nicht eine bestimmte. Klar kann Musik meine Stimmung färben, aber was jetzt nicht passt kann zu einem andern Zeitpunkt prima sein. Mein Musikgeschmack ist sehr breit.


5. Wen würdest du als erstes beißen, wenn du ein Zombie wärst?
Kraft meines Berufes, siehe Frage 1, behaupte ich ja immer:
Es gibt keine blöden Fragen. Immer nur raus damit!
Aber -hey- es gibt einfach Fragen, die meine Synapsen nicht so recht in Schwung kommen lassen. Die gehört dazu. Ich mag einfach kein Zombie sein. Bäh. Und Halloween mag ich auch nicht, so ganz nebenbei...

März.12tel-Blick.2019

30. März 2019
12tel Blick - Jänner bis März 2019



Hollabrunner Hauptplatz im März

Es ist Freitagnachmittag, Wochenmarkt-Zeit. Der Himmel endlich blau, die Schatten schon recht lang, der Wind ist recht schneidend. Das ist auch der Grund warum nicht so sonderlich viel los ist.

Im Beet regt sich zartes Grün, das erste Unkraut schießt hervor. Von Tulpen noch weit und breit nichts zu sehen. Ich kaufe schnell Käse und verschwinde dann im Kaffeehaus hinter mir. Noch ist Drinnen-Zeit.




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Artikel 9 der Menschenrechte

24. März 2019

Es ist für mich immer noch unglaublich, dass fast jeder der ersten neun Artikel im Österreich des Jahres 2019 so aktuell in der Diskussion sind...

Stichwort: Schutzhaft, Stichwort: Ausbürgerung...
Nein, das sind nicht nur die Forderungen der Blauen.
Auch der rote Landeshauptmann spricht so.


Artikel 8 der Menschenrechte

14. März 2019
Artikel 8 UN-Menschenechte, Gericht

Und das nicht nur in einer Instanz! Nicht ein Richter entscheidet, wir haben die Chance zu berufen. Ohne Repressalien!

In Österreich läuft gerade ein Prozess, der in mehrerlei Hinsicht interessant ist. Auf Frauenebene, wie auch auf der Ebene Verhalten-im-Internet ist das ein sehr besonderer Prozess. Ich versuche hier eine Kurzfassung:

Im Frühjahr 2018 schrieb ein Wiener Wirt - angeblich (Ich bin hier nicht die Richterin - das Verahren läuft ja) - obszöne, sexuell erniedrigende Privatmails mittels Facebook-Massanger an Sigi Maurer. Sigi Maurer ist eine bekannte, öffentliche Person, eine junge,  taffe Frau die Abgeordete der Grünen war.

Der Grundstein der Aufregeung ist also ein klassisch sexistisches Problem. Ein Mann macht eine Frau blöd an. Maurer ließ sich das nicht stillschweigend gefallen, wie es wohl so viele Frauen im Netz machen. Sie machte die Nachrichten öffentlich. Auf den Wirt prasselte darauf die Ächtung der sozialen Netzwerke herab.

Der Wirt klagte darauf hin Maurer. Er sei es nicht gewesen. Die Mails kamen eindeutig von seinem Facebook Account, so viel ist klar. Aber er sei es nicht gewesen. In erster Instanz wurde nun Frau Maurer zu 3000€ Strafe verurteilt, wegen übler Nachrede, und muss für die Prozesskosten aufkommen.

Der Richter meinte, er sei der Überzeugung der Wirt lüge, aber Frau Maurer hätte sich vor der Veröffentlichung vergewissern müssen ob der Wirt wirklich diese Postings geschrieben hatte. Sie hätte vor der Veröffentlichung eine Stellungnahme einholen müssen. Zu dieser klassischen Frauen-Thematik mischt sich also noch ein ganz anders Thema: Wie reagiert man im Netz richtig, wenn einem jemand blöd kommt? Abgesehen von der klassischen Männer-machen-Frauen-klein-Geschichte. Ich muss als Opfer meinen Täter um seine Meinung fragen? Einen Beweis verlangen, dass er mich wirklich beschimpft hat. Am besten noch mit Unterschrift und Lichtbildausweis? Sehr unrealistisch.

Was im Jahr 2019 auch ein Skandal ist: verbale sexuelle Belästigung im virtuellen Raum ist nicht anklagbar. Selbst wenn sich Frau Maurer damit an ein Gericht gewendet hätte... es gäbe keine Möglichkeit der Verurteilung.  Die Frage steht im Raum: Wie hätte Frau Maurer sich wehren sollen? DAS hat das Gericht aber gar nicht beantwortet. Das Gericht ist ausschließlich der Anklage nachgegangen: Frau Maurer hat den Namen ohne Hintergrundrecherche veröffentlicht. Das ist Fakt. Und das ist klar verboten.

Wie ihr euch denken könnt waren viele Österreicher-innen erst mal fassungslos. Der Richter sagt ganz klar: Er glaubt, dass der Mann die Frau sexuell belästigt... aber NUR die Frau wird bestraft. Weil die Art der Abwehr nicht passend war.
 
Mittlerweile ist das Urteil in zweiter Instanz aufgehoben.
Das Rechtssystem funktioniert. Stotternd, aber es funktioniert.
Am Recht muss immer gearbeitet werden. Was vor 100 Jahren "gute Rechtsprechung" war, ist heute oft unerträglich. Recht muss immer wieder hinterfragt und präzisiert werden.

Und das tun wir.
Möge es so bleiben.


Fünf Fragen am Fünften.No14+15

6. März 2019
Im Grunde sollte der Post "Zehn Fragen am sechsten" heißen...

1. Was ist deine Superpower?

Superpower? Mama-ehefrau-Lehrerin


2. Was kannst du nicht wegwerfen?

Auto vogestopft mit Schulsachen

Wegwerfen? Hey ich bin Volksschullehrerin!
Kennt ihr den?
Was macht eine Volksschullehrerin wenn sie einen Hasen überfährt?
Folieren.



3. Worauf freust du dich jeden Tag?

Stofftier im Bett



4. Welche*s Geräusche magst du?

Strickstück in der Hand


5. Was hast du immer im Kühlschrank?

Kühlschrank voller Monster

Monster. Mit Coolbag im Bauch.
Milch, Butter, Senf, Ketchup, Marmalade


1.Sagst du immer was du denkst?

zu kleines Shirt

Nein!

"Kein Wunder, dass ihr Fratz nicht Rechtschreiben kann, sie hätten ihm im Kindergarten vielleicht mal ein Buch vorlesen können statt ihm nur das Handy in die Hand zu drücken."

Würde ich gerne so sagen. Oft. Aber das bringt nix.

Egal ob als Lehrerin, Kundin, Mutter,... mit einem festen Standpunkt und verbindlichen Worten, die dem Gegenüber Spielraum lassen, fährt man am besten.


2. Wirst du immer bleiben, wo du wohnst?

ein Jahr lang gleicher Standort

Ja. Ich mag da bleiben.
Ich kann mir aber schon vorstellen, dass das Haus im Alter mal nicht mehr passt.


3. Wie klingt dein Lachen?

Die Maus lacht

Laut. Wie viel an mir.


4. Was war deine weiteste Reise?

Weg auf Fuerteventura

Von der Entfernung her die kanarischen Inseln.
Aber so richtig weit weg von zu Hause hab ich mich während meines Auslandssemesters in Frankreich gefühlt. Die Reise hat mich viel über mich gelehrt.


5. Was kannst du stundelang tun, ohne dass dir langweilig wird?

sollte-könnte-würde-machen

Das geht nicht!

Also mir wird nie langweilig. Ich mache immer etwas.
Ich zähle aber auch In-die-Luft-schauen, Stricken, Zeitunglesen, Fotos schießen oder Leutebeobachten zu "etwas".

Bloß mache ich das nie stundenlang.
Aber mit denen im Kreis komm ich dann doch gut über den Tag. Oder zwei. Oder drei.

5am5. 

Artikel 7 der Menschenrechte

2. März 2019
Gleichheit vor dem Gesetz, Artikel 7 UN-Menschenrechte


Februar.12tel-Blick.2019

28. Februar 2019

Was erwartet man auf einem Kleinstadt-Hauptplatz sonntags um halb eins?
Nix.
Einfach gar nix.
Die parkenden Autos sind der Pizzaria und dem Wirtshaus links außerhalb des Bildes geschuldet und des typischen Hauptplatz-Chinesen der sich rechts außerhalb des Blicks befindet.
Eine trübe Sonntag-Mittag-Kleinstadt-Fadesse.



Was hat sich geändert?
Das Licht ist nach wie vor grottig, die Weihnachtsspuren sind beseitigt. Die Straßenlaterne ist immer noch scheußlich.
Mit Schnee war das alles irgendwie netter!


Und wie waren die Februar-Bilder der letzten Jahre?
Hallo Winterdepression!


Also das mit sonnigen Februar-Bildern wird hier bei mir nix mehr...
Ich könnte ein wenig Statistik anbieten!

71 Verlinkungen am Blog im Jänner
16 nur-Insta-Beiträge

macht beachtliche 88 Teilnehmer mit 91 verschiedenen Blicken

Die Einteilung der Motive ist oft schwer abzugrenzen, ich habe sie aus dem Bauch heraus getroffen:

29 Gärten
27 Landschaften
9 Stadtblicke
8 Gewässer
7 Parks
5 Solobäume
3 Baustellen
2 gemalte Bilder
1 Kristallkugel
1 Schreibtisch 

Cool!




Inlinkz Link Party

12 aus dem Stoffregal - 2. Füreinander gemacht

27. Februar 2019
 Loop aus selbstgesponnener Wolle und Nici
selbstgesponnene Regenbogenwolle + Nickistoff = Loop

Meine zwei Mitspieler des Februars liegen schon sehr lange im Stoff- beziehungsweise Wollregal herum.

Zu Ostern 2014 -das sind nun stolze fünf Jahre- habe ich selbstgesponnenen Wolle mit Ostereierfarben gefärbt. Der alte Post ist so schrecklich formatiert... ja man lernt in fünf Jahren dazu... dass ich euch eine Schnellzusammenfassung in Bildern liefere:

Färben von Wolle mit Ostereierfarben
selbstgesponnene Wolle, gefärbt mit Ostereierfarben

Kennt ihr das? Ein Stoff, ein Stück Papier, ein Knäuel Wolle sind euch so wertvoll, dass ihr auf "das richtige Projekt" wartet?
Lange wartet.
Es ist nicht so, dass ich es nicht probiert hätte! In den letzten Jahren habe ich das Wollknäuel schon öfter angestrickt. Das ist einfach der Grund warum ich Wolle liebe! Man hat sehr viele Chancen es gut zu machen. Hat man in Stoff mal reingeschnitten, kann man nicht wieder zurück zum Start. Man kann viel retten, umändern,... doch reingeschnitten ist reingeschnitten.

Für einen Schal war es immer zu wenig Wolle, Partner zum Kombinieren waren nie perfekt. Fünf Jahre hat es gebrauch bis zur Verarbeitung...

Loop aus Wolle und Nicki Stoff

Der zweite Mitspieler ist ein Stück Nicki-Stoff. Der befindet sich noch viel länger in meinem Besitz... aus der Vor-Blog-Zeit... also vor 2012. Pfffff. Ich habe nur ein kleinwenig von dem halben Meter Nicki für eine Kinderhaube verwendet. Seitdem darbt das wunderbar weiche Stoffstück im Regal. Zigmal hatte ich es schon in der Hand, aber irgendwie war es einfach immer zu wenig.

Wolle und Nicki Stoff

Nun habe ich die beiden Teile zu meiner vollsten Zufriedenheit zu einem Loop verbunden. Dass er für die Februartemperaturen viel zu heiß ist und nun wohl wieder bis November im Schal-Regal liegen muss - das ist eine andere Geschichte!