April.12tel-Blick.2018


Liebe 12tel-Blickerinnen und Blicker... Herzlich Willkommen!
Schön, dass ihr hier seid!

Der Frühling pinselt sein schönstes Blau für euren Empfang an den Himmel, die wilde Zwetschke (schreibt man in Österreich so :-) sprüht nur so vor Blüten, die Palmkätzchen (Saalweide... damit man mich im ganzen deutschsprachigen Raum versteht ;-) kleiden sich zur Freude der Bienen in Gelb. Apfelbaum, und Marille, die auch noch im Blick wären lassen sich noch ein wenig Zeit- Die werden euch wohl erst Ende Mai begrüßen.


Das erste Quartal des Jahres ist vorbei, noch ist die Blickachse durch meinen Garten frei.


Wer schon mal bei einem meiner 12tel-Blicke zu Besuch war weiß: Ohne Filmchen bin ichs nicht. Heute läuft: Ein Quartal - 6 Jahre

Aber nun - genug von mir ! Jetzt bin ich gespannt auf eure Blicke!





Ihr wollt mehr über den 12tel-Blick erfahren? Dann schicke ich euch zur 12tel-Blick Philosophie Seite.

Krawatten-Taschen

Tasche aus alten Krawatten genäht

Die Stoffspielerei des Monats April: Krawatten
Zu Ostern habe ich beim Familienessen fallen gelassen: "Ach, ja ich bräuchte ein paar Krawatten für meine Stoffspielerei. Habt ihr da vielleicht was für mich?"

Tasche aus alten Krawatten genäht

Hatten sie!

Tasche aus alten Krawatten genäht



Tasche aus alten Krawatten genäht



Tasche aus alten Krawatten genäht

Mit der Fülle war ich gleich mal komplett überfordert. Damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Und schon gar nicht, dass ein richtiger Regenbogen rauskommen würde. Auf einen roten Farbtupfer hab ich ja noch gehofft, aber die Fülle? Nachdem wir einige Tage im Wohnzimmer über den Regenbogen gestakst sind, meinte mein Mann es wäre Zeit für Ergebnisse.

Nach langem hin und her legen und drehen habe ich mich entschlossen erstmal nur die hinteren 80cm der Krawatten zu verwenden... das heißt die ganzen Vorderteile gibt es noch!

Tasche aus alten Krawatten genäht

In der ganzen Fotoflut ist es das einige Foto, auf dem ihr bei der grauen Tasche erkennen könnt, dass die Krawatten die ganze Oberfläche der Tasche ausmachen.

Tasche aus alten Krawatten genäht

Entstanden sind drei Klappen-Taschen, das passt ganz gut, denn es gibt drei Hauptspender, da darf sich jeder eine Tasche aussuchen. Ich habe von einem mittelfesten Walkstoff 50 cm abgeschnitten und über die ganze Breite verwendet. Schnitt gibts keinen, ich hab einfach den Stoff umgeschlagen, Ecken am Boden abgenäht... alles ohne Messen aus dem Handgelenk. Desalb sind auch alle drei Taschen unterschiedlich groß und Tief.

Wesentlich schwieriger war es die Krawatten gerade auf den Stoff zu bringen. Ich habe mir alle 3 Zentimeter Kreide-Hilfslinien gemacht und doch ist hier alles ein wenig verzogen.
Erstens war der Stoffuntergrund wesentlich weniger stabil als gedacht und hat sich schrecklich verzogen. Die Klappen sind nun nicht ganz geade, sondern steigen optisch ein wenig an". Ich behaupte einfach mal: das gehört so.
Zweitens habe ich auch beim schmalen Teil der Krawatte den Breitenunterschied vollkommen unterschätz. Ich musste die Krawatten dadurch im Bereich des Spitzerls ziemlich stauchen. Was im Endeffekt aber einen wunderschön erhabenen Effekt bringt.

Tasche aus alten Krawatten genäht

Innen ist die Tasche ziemlich raw. Die Nähte und den Zipp der Innentasche habe ich jeweils in Kontrastfarbe genäht. Der "Gurt" ist eine Lederkrawatte. Auf einer Seite ist sie angenäht, auf der anderen Seite kann sie in einem Ring festgeknotet werden, damit ist der Träger längenverstellbar.

Tasche aus alten Krawatten genäht

Eine Information die auch auf der Tasche erhalten bleibt: Die Österreichische Post stattet ihr Mitarbeiter mit Polyester-Krawatten aus.



Die Menschen. Stadt-Land. Tell a Story


Ja, da könnt ihr jetzt schauen so lang ihr wollt - Menschen werdet ihr auf diesem Foto nicht finden.
Und ja, das Bild habe ich ganz absichtlich unter diese Überschrift gestellt.

Ich lade euch mal ein zu Susannes Anstups-Beitrag rüberzuhüpfen. Erkennt ihr einen Unterschied?
Nein, die Lichtstimmung ist es nicht. Ich finde meine Straße so einfach irgendwie netter. Siedlungsgebiete in Niederösterreich sind untertags nicht soooo charmant.

Der Unterschied auf den ich raus will: Susanne hat in dem Post gleich 189!!! Menschen abgebildet, 32 davon richtig gut erkennbar. Ist ja auch logisch, geht ja auch um Menschen an seinem Wohnort. 189 Menschen in einem Post, das sind auf Hollabrunn umgerechnet 2,7% der Bevölkerung. Ebensoviele haben hier Grün gewählt. Eine witzige Vorstellung alle Grünwähler in einem Post.

Ich ringe mit diesem Thema schon das ganze Monat lang - aber ich schaff es einfach nicht den Fotoapparat zu zücken und am halbwegs belebten Hollabrunner Hauptplatz Fotos zu machen. Selbst wenn ich nur 1% der Bevölkerung ablichte...

Das macht man nicht.

Ich bin sebst ganz baff, dass ich das hier schreibe. Ich zähle mich zu den aufgeschlossenen Landbewohnerinnen, die sich um "gheart sie ned" und "woa schon immer so" recht wenig scheren. Aber Menschen in meinem Heimatort einfach so ohne Fragen zu fotografieren, das geht gar nicht! Wäre ich in Wien, ich hätte keine Hemmungen!

Die Interessante Einsicht die sich dieses Monat in mich eingeschlichen hat... (und es ist ja soooo aktuell!!!)

Datenschutz ist einfacher ernst zu nehmen,
wenn man zu den zu schützenden Subjekten irgendeine Beziehung hat.

In einer Großstadt, oder im Urlaub, knippse ich jetzt auch nicht offensichtlich unverschämt Menschen ohne sie zu fragen - aber trotzdem mache ich ganz selbstverständlich Fotos wo fremde Menschen drauf sind.

Das war mir bis jetzt noch nicht klar, dass ich so ticke. Das ist mir fremd an mir (Hier ergibt sich ganz gwieft die Verbindung zu Tell a Story;-)
Ich glaube ein erklecklicher Teil in mir hält sich ganz automatisch an das Das-tut-man-nicht und an Das-gehört-sich-nicht.
Ob das gut oder schlecht ist? Ich weiß nicht recht.

Das Fremdsein ist vielleicht ungezwungener, freier. Aber es macht wohl auch ein wenig übermütig und so ein bissl "geht mich ja nix an".
Wenn man Beziehung zu etwas hat, fühlt man sich immer ein wenig verantwortlich. Das bremst manchmal und macht klein. Allerdings finde ich es schon schön, wenn andere auf mich achten und ein wenig Sorgfalt im Umgang mit mir walten lassen.




gespiegelter Apfelbaum


Wenn ich wüsste,
dass morgen die Welt unterginge,
würde ich heute noch mein Apfelbäumchen pflanzen.


 

Vertrautes


Ich bin Lehrerin.
Ich glaube ich bin keine angenehme Schülerin.
War ich noch nie. Werd ich wohl auch nicht mehr.

Ich bin eifrig, das schon!
Ich erledige meine Arbeiten und frage gerne nach.
Aber irgendwie muss ich zwanghaft die Angabe ein wenig ändern.
Egal ob ich ein Kochrezept vor mir habe,
oder ein Schulbuch zum Vorbereiten,
oder die Aufgabenstellung eines Online-Seminars...
Ich muss meinen eigenen Stempel draufdrücken!

Die Aufgabenstellung war recht einfach: Mach ein Foto von deiner Kamera.
Hab ich auch. Kann ja keiner sagen, dass die nicht drauf ist.
Die Post-it am Spiegel... die waren nicht gefordert. Aber auch nicht ausgeschlossen!

Sachen verbiegen, dass sie mir passen - das ist mir vertraut.

Ochs und Esel


Nein, der Christbaum steht nicht mehr in unserem Wohnzimmer!
Die Bilder sind einfach schon so alt...
Das Kindlein hat sich - es ist schon Tradition - zum Weihnachtsfeste ein neu genähtes Christkind-Gewand gewünscht. Heuer sollten es Ochs und Esel sein.


Der Esel befindet sich gut sichtbar am Pulli drauf. Es ist unser Standard-Hoodie aus der Ottobre 4/14, Größe 140. Sämtliche Stoffe sind melierte Lillestoff-Biostoffe. Sie sind unglaublich schön miteinander! Die grauen Paspeln am Kapuzensweater sind gut gelungen, die Kapuze ist kräftig rosa, wie der Esel-Hintergrund.


Vom Ochsen gibts glatt schon Außenaufmahmen, seine Ohren erinnern ein wenig an dern Osterhasen! Der Ochse sitzt am Kurzarmshirt Tomboy, Größe 140. Die Wackelaugen finde ich für die Tiere immer besonders genial. Ich verwende sie seit Jahren, immer wieder wundert mich wie gut sie die Waschmaschine aushalten. Im Laufe der Jahre musste ich erst einmal ein Auge ersetzen.


Falls ihr euch fragt: Wo ist der obligatorische Fuchs? Hier! Und auf der Kapuze ist auch einer.

Altes



Vor etwa 15 Jahren wurde im Hollabrunner Stadtzentrum ein altes Haus abgerissen. Der Bestitzer fragte meinen Mann, ob er ein paar Ziegel wolle. Wollte er natürlich. Tagelang haben wir die Ziegel geputzt und von Dreck befreit.


Die Ziegelzeichen des Hollabrunner Bezirks sind recht gut erforscht, daher wissen wir auch wie alt sie etwa sind.


Nun liegen diese Ziegel schon seit  geraumer Zeit in unsrem Garten als Weg- und Beetbegrenzung.

Neues



Neue Waldviertler. Schuhe sind einfach Rudeltiere.