verfuchstundzugenäht

Artikel 8 der Menschenrechte

14. März 2019
Artikel 8 UN-Menschenechte, Gericht

Und das nicht nur in einer Instanz! Nicht ein Richter entscheidet, wir haben die Chance zu berufen. Ohne Repressalien!

In Österreich läuft gerade ein Prozess, der in mehrerlei Hinsicht interessant ist. Auf Frauenebene, wie auch auf der Ebene Verhalten-im-Internet ist das ein sehr besonderer Prozess. Ich versuche hier eine Kurzfassung:

Im Frühjahr 2018 schrieb ein Wiener Wirt - angeblich (Ich bin hier nicht die Richterin - das Verahren läuft ja) - obszöne, sexuell erniedrigende Privatmails mittels Facebook-Massanger an Sigi Maurer. Sigi Maurer ist eine bekannte, öffentliche Person, eine junge,  taffe Frau die Abgeordete der Grünen war.

Der Grundstein der Aufregeung ist also ein klassisch sexistisches Problem. Ein Mann macht eine Frau blöd an. Maurer ließ sich das nicht stillschweigend gefallen, wie es wohl so viele Frauen im Netz machen. Sie machte die Nachrichten öffentlich. Auf den Wirt prasselte darauf die Ächtung der sozialen Netzwerke herab.

Der Wirt klagte darauf hin Maurer. Er sei es nicht gewesen. Die Mails kamen eindeutig von seinem Facebook Account, so viel ist klar. Aber er sei es nicht gewesen. In erster Instanz wurde nun Frau Maurer zu 3000€ Strafe verurteilt, wegen übler Nachrede, und muss für die Prozesskosten aufkommen.

Der Richter meinte, er sei der Überzeugung der Wirt lüge, aber Frau Maurer hätte sich vor der Veröffentlichung vergewissern müssen ob der Wirt wirklich diese Postings geschrieben hatte. Sie hätte vor der Veröffentlichung eine Stellungnahme einholen müssen. Zu dieser klassischen Frauen-Thematik mischt sich also noch ein ganz anders Thema: Wie reagiert man im Netz richtig, wenn einem jemand blöd kommt? Abgesehen von der klassischen Männer-machen-Frauen-klein-Geschichte. Ich muss als Opfer meinen Täter um seine Meinung fragen? Einen Beweis verlangen, dass er mich wirklich beschimpft hat. Am besten noch mit Unterschrift und Lichtbildausweis? Sehr unrealistisch.

Was im Jahr 2019 auch ein Skandal ist: verbale sexuelle Belästigung im virtuellen Raum ist nicht anklagbar. Selbst wenn sich Frau Maurer damit an ein Gericht gewendet hätte... es gäbe keine Möglichkeit der Verurteilung.  Die Frage steht im Raum: Wie hätte Frau Maurer sich wehren sollen? DAS hat das Gericht aber gar nicht beantwortet. Das Gericht ist ausschließlich der Anklage nachgegangen: Frau Maurer hat den Namen ohne Hintergrundrecherche veröffentlicht. Das ist Fakt. Und das ist klar verboten.

Wie ihr euch denken könnt waren viele Österreicher-innen erst mal fassungslos. Der Richter sagt ganz klar: Er glaubt, dass der Mann die Frau sexuell belästigt... aber NUR die Frau wird bestraft. Weil die Art der Abwehr nicht passend war.
 
Mittlerweile ist das Urteil in zweiter Instanz aufgehoben.
Das Rechtssystem funktioniert. Stotternd, aber es funktioniert.
Am Recht muss immer gearbeitet werden. Was vor 100 Jahren "gute Rechtsprechung" war, ist heute oft unerträglich. Recht muss immer wieder hinterfragt und präzisiert werden.

Und das tun wir.
Möge es so bleiben.


Fünf Fragen am Fünften.No14+15

6. März 2019
Im Grunde sollte der Post "Zehn Fragen am sechsten" heißen...

1. Was ist deine Superpower?

Superpower? Mama-ehefrau-Lehrerin


2. Was kannst du nicht wegwerfen?

Auto vogestopft mit Schulsachen

Wegwerfen? Hey ich bin Volksschullehrerin!
Kennt ihr den?
Was macht eine Volksschullehrerin wenn sie einen Hasen überfährt?
Folieren.



3. Worauf freust du dich jeden Tag?

Stofftier im Bett



4. Welche*s Geräusche magst du?

Strickstück in der Hand


5. Was hast du immer im Kühlschrank?

Kühlschrank voller Monster

Monster. Mit Coolbag im Bauch.
Milch, Butter, Senf, Ketchup, Marmalade


1.Sagst du immer was du denkst?

zu kleines Shirt

Nein!

"Kein Wunder, dass ihr Fratz nicht Rechtschreiben kann, sie hätten ihm im Kindergarten vielleicht mal ein Buch vorlesen können statt ihm nur das Handy in die Hand zu drücken."

Würde ich gerne so sagen. Oft. Aber das bringt nix.

Egal ob als Lehrerin, Kundin, Mutter,... mit einem festen Standpunkt und verbindlichen Worten, die dem Gegenüber Spielraum lassen, fährt man am besten.


2. Wirst du immer bleiben, wo du wohnst?

ein Jahr lang gleicher Standort

Ja. Ich mag da bleiben.
Ich kann mir aber schon vorstellen, dass das Haus im Alter mal nicht mehr passt.


3. Wie klingt dein Lachen?

Die Maus lacht

Laut. Wie viel an mir.


4. Was war deine weiteste Reise?

Weg auf Fuerteventura

Von der Entfernung her die kanarischen Inseln.
Aber so richtig weit weg von zu Hause hab ich mich während meines Auslandssemesters in Frankreich gefühlt. Die Reise hat mich viel über mich gelehrt.


5. Was kannst du stundelang tun, ohne dass dir langweilig wird?

sollte-könnte-würde-machen

Das geht nicht!

Also mir wird nie langweilig. Ich mache immer etwas.
Ich zähle aber auch In-die-Luft-schauen, Stricken, Zeitunglesen, Fotos schießen oder Leutebeobachten zu "etwas".

Bloß mache ich das nie stundenlang.
Aber mit denen im Kreis komm ich dann doch gut über den Tag. Oder zwei. Oder drei.

5am5. 

Artikel 7 der Menschenrechte

2. März 2019
Gleichheit vor dem Gesetz, Artikel 7 UN-Menschenrechte


Februar.12tel-Blick.2019

28. Februar 2019

Was erwartet man auf einem Kleinstadt-Hauptplatz sonntags um halb eins?
Nix.
Einfach gar nix.
Die parkenden Autos sind der Pizzaria und dem Wirtshaus links außerhalb des Bildes geschuldet und des typischen Hauptplatz-Chinesen der sich rechts außerhalb des Blicks befindet.
Eine trübe Sonntag-Mittag-Kleinstadt-Fadesse.



Was hat sich geändert?
Das Licht ist nach wie vor grottig, die Weihnachtsspuren sind beseitigt. Die Straßenlaterne ist immer noch scheußlich.
Mit Schnee war das alles irgendwie netter!


Und wie waren die Februar-Bilder der letzten Jahre?
Hallo Winterdepression!


Also das mit sonnigen Februar-Bildern wird hier bei mir nix mehr...
Ich könnte ein wenig Statistik anbieten!

71 Verlinkungen am Blog im Jänner
16 nur-Insta-Beiträge

macht beachtliche 88 Teilnehmer mit 91 verschiedenen Blicken

Die Einteilung der Motive ist oft schwer abzugrenzen, ich habe sie aus dem Bauch heraus getroffen:

29 Gärten
27 Landschaften
9 Stadtblicke
8 Gewässer
7 Parks
5 Solobäume
3 Baustellen
2 gemalte Bilder
1 Kristallkugel
1 Schreibtisch 

Cool!




Inlinkz Link Party

12 aus dem Stoffregal - 2. Füreinander gemacht

27. Februar 2019
 Loop aus selbstgesponnener Wolle und Nici
selbstgesponnene Regenbogenwolle + Nickistoff = Loop

Meine zwei Mitspieler des Februars liegen schon sehr lange im Stoff- beziehungsweise Wollregal herum.

Zu Ostern 2014 -das sind nun stolze fünf Jahre- habe ich selbstgesponnenen Wolle mit Ostereierfarben gefärbt. Der alte Post ist so schrecklich formatiert... ja man lernt in fünf Jahren dazu... dass ich euch eine Schnellzusammenfassung in Bildern liefere:

Färben von Wolle mit Ostereierfarben
selbstgesponnene Wolle, gefärbt mit Ostereierfarben

Kennt ihr das? Ein Stoff, ein Stück Papier, ein Knäuel Wolle sind euch so wertvoll, dass ihr auf "das richtige Projekt" wartet?
Lange wartet.
Es ist nicht so, dass ich es nicht probiert hätte! In den letzten Jahren habe ich das Wollknäuel schon öfter angestrickt. Das ist einfach der Grund warum ich Wolle liebe! Man hat sehr viele Chancen es gut zu machen. Hat man in Stoff mal reingeschnitten, kann man nicht wieder zurück zum Start. Man kann viel retten, umändern,... doch reingeschnitten ist reingeschnitten.

Für einen Schal war es immer zu wenig Wolle, Partner zum Kombinieren waren nie perfekt. Fünf Jahre hat es gebrauch bis zur Verarbeitung...

Loop aus Wolle und Nicki Stoff

Der zweite Mitspieler ist ein Stück Nicki-Stoff. Der befindet sich noch viel länger in meinem Besitz... aus der Vor-Blog-Zeit... also vor 2012. Pfffff. Ich habe nur ein kleinwenig von dem halben Meter Nicki für eine Kinderhaube verwendet. Seitdem darbt das wunderbar weiche Stoffstück im Regal. Zigmal hatte ich es schon in der Hand, aber irgendwie war es einfach immer zu wenig.

Wolle und Nicki Stoff

Nun habe ich die beiden Teile zu meiner vollsten Zufriedenheit zu einem Loop verbunden. Dass er für die Februartemperaturen viel zu heiß ist und nun wohl wieder bis November im Schal-Regal liegen muss - das ist eine andere Geschichte!

Artikel 6 der Menschenrechte

23. Februar 2019
Artikel 6 der Menschenrechte - Anerkennung als Rechtsperson

Artikel 5 der Menschenrechte

16. Februar 2019
Artikel 5 UN-Menschenrechte, keine Folter - Erniedrigung

Quälen oder grausam bestrafen... kein Problem! Das mach ich nicht.

Erniedrigen - ist hier für mich der schwierige Punkt. Es gibt immer wieder Situationen wo ich mir besser vorkomme... und das auch alle anderen wissen lasse. Der Grat zwischen überheblich sein und erniedrigen ist wohl ein sehr schmaler.

Artikel 4 der Menschenrechte

10. Februar 2019
Artikel 4 der UN-Menschenrechte: keine Sklaverei - mit Bild von spanischen Tomaten

Ich habe mir ja vorgenommen die Menschrenrechte mit "angenehmen" Bildern aus meinem Leben zu verbinden. Beim Thema Sklaverei hatte ich ein wenig Bedenken wie das gehen solle...

Wo komme ich mit Sklaven in Berührung?
Und dann wars plötzlich ganz klar: Die Obst und Gemüseplantagen in Spanien - da passsiert Sklaverei in Europa.
Was machen wir?
Wir ernähren uns gesund und schauen weg.

Ich kaufe so gut wie nur saisonales Obst und das aus der Region und dann möglichst noch bio.
Ziehe ich durch.
Echt.
Auch wenn das im Winter bedeutet, dass wir viele Äpfel und Karotten und sonst nicht mehr viel an Grünzeug essen.
Ob das gscheit ist?
Keine Ahnung.
Es ist mein Weg damit umzugehen.

Artikel 3 der Menschenrechte

2. Februar 2019
Menschrenrechte Artikel 3 - Kind mit Geburtstagstorte steht für Leben, Freiheit, Sicherheit


Jänner.12tel-Blick.2019

30. Januar 2019
Hollabrunner Hauptplatz im Jänner, 12tel-Blick 2019

Herzlich Willkommen im neuen Blickjahr! Ich habe heuer erstmals einen Stadt-Blick gewählt. Bisher war immer möglichst viel Natur dabei, da sind die Veränderungen einfach vorprogrammiert. Jetzt also "Stadt"... Ich nehme euch auf den Hollabrunner Hauptplatz mit. Man kann es im Jänner noch nicht so gut erkennen, aber auch der Blick wird wohl zuwachsen. Bis vor zwei Jahren wurde der Platz von drei uralten Linden dominiert, sie mussten gefällt werden. Irgendwie ist er immer noch so nackig, der Platz. Die Gemeinde hat sich bei der Neugestaltung redlich Mühe gegeben... mal schauen, ob mich die genaue Betrachtung über den Verlust ein wenig hinwegtrösten kann.

Hollabrunn liegt im Weinviertel in Niederösterreich. Die tschechische Grenze ist 20 km entfernt, nach Wien sind es etwa 50 Kilometer. Direkt in der Stadt wohnen etwa 6.000 Menschen... es ist eher eine etwas aus den Fugen geratene Ortschaft.

Wie so oft finde ich das einzelne Foto reichlich unspektakülar. Das Licht ist grottig, die Stimmung am Platz mau, die Nachwehen von Weihnachten und Silvester sind noch sichtbar. Jetzt, nach einigen Jahren 12tel-Blick, stresst mich das fade Aussehen meines Jänner-Bildes nicht mehr. Weiß ich doch, dass der Charme im Gesamtblick liegt.

Tipp zur ERstellung des 12tel-BLicks

Einen Tipp habe ich noch für euch wie ihr euren Standpunkt möglichst wieder findet:
Ich habe ein Foto vom direkten Standpunkt gemacht. Beim frischen Schnee ist leicht erkennbar - ich steht am Rabattl, direkt auf dem dunkelsten Stein der in der Flucht von Pestsäule und Rebstecken liegt. Ich drucke mir das Bild aus und zeichne das auf. Schreibe auch auf welche Schriftart und Größe ich zum Beschriften verwende, mit welcher Größe ich das Bild einstelle... Ich merk mir das sonst nicht!

Ob ihr das nun so genau macht wie ich oder einfach frei aus dem Handgelenk... egal! Los gehts!




Das Inlink-Z Tool ist neu - ich hoffe ihr kommt klar damit!
Wenn ihr euch verlinkt, werdet ihr aufgefordert eure Mailadresse beim ersten Mal einzugeben, das ist eine DSGVO - Änderung.

Edit: Neiiin - ich komme mit dem Neuen auch nicht klar! Das neue Tool ist - grrrrr.... Mittlerweile habe es ein paar Instagramerinnen geschafft sich zu verlinken. Pfff...

12 aus dem Stoffregal. 1.Struktur

27. Januar 2019
Shirt mit Ton-in-Ton Applikation

Ich werde heuer wieder bei einer Jahresaktion von Tweed&Greet teilnehmen. Das habe ich 2017 schon bei 12 colours of handmade fashion gemacht. Dieses Jahr geht es also um die eigenen Stoffvoräte. Wir durchkämmen sie jedes Monat und hauchen alten Schätzen neues Leben ein.

Lineare Applikation auf Jersey, Ton-in-Ton


Im Jänner dreht sich alles ums Thema "Struktur". Selmin dachte da an Jaquard, Samt, Brokat, Plüsch, Leder,... alles in meinem Stoffvorrat vorhanden. Ich hatte auch etliche schöne Kombinationen für Taschen rausgesucht - geworden ist es aber dann was ganz Anderes!

Einerseits brauche ich im Moment keine neue Tasche. Nicht mal ein Täschchen. Was ich dringend benötige ist einen Schwung neuer Alltags-Shirts. Und da meine beschränkte Nähzeit momentan nicht allzuviel Spielerein zulässt, muss eben das Nützliche mit der Herausforderung verbunden werden: Einen unstrukturierten Jersey verwenden und Struktur reinbringen.

Ottobre 2/17 Shirt mit Jersey-Struktur


Vor gut einem Jahr habe ich schon einmal vesucht ein Jersey-Shirt mit Biesen zu versehen. Diesmal wollte ich die Struktur anders aufs Leiberl bringen... Ich habe Ton in Ton Streifen aufgenäht.

Shirt mit Jersey-Applikation


Grundschnitt (mit langer Anpassungszeit) ist wieder das Shirt Statement aus der Ottobre 2/17. Der Stoff lagert schon zeimlich lange in meinem Stoffregal. Mein Mann wollte einen Schwung dunkelblaue Shirts haben, deshalb habe ich gleich einige Meter Bio-Lillestoff in dunkelblau gekauft. Der Jersey war ihm dann aber zu "dick".

Erstmal habe ich das Shirt genäht und dann appliziert. Allerdings habe ich die Seitennähte noch offen gelassen und an der Schulter mit dem Aufnähen der ersten Linie begonnen - mit dem einzigen Plan: Linien vernähen, über eine Schulter, die andere bleibt frei. Zuerst wollte ich viel weniger aufs Shirt nähen, nur wenige Details an der Schulter, aber es ging so leicht, das Muster ist einfach so aus mir rausgeflossen. Schließlich habe ich auch hinten und vorne Kreise eingefügt. War eine richtig meditiative Tätigkeit - das mach ich wieder mal! Genug blauen Stoff gibts ja noch...

Artikel 2 der Menschenrechte

23. Januar 2019
Artikel 2 Menschenrechtskonvention - keine Diskriminierung

Als ich vergangene Woche diese Menschenrechts-Serie mit Artikel 1 eröffnet habe, dachte ich nicht, dass das Thema so schnell innenpolitisch brisant werden würde. Deshalb muss Artikel 2 heute raus und nicht erst am Samstag.

Das Bild bräuchte noch einen Untertitel: Die Menschenrechte gelten für alle Menschen. Egal ob sie in Diktaturen oder Monarchien oder Demokratien leben. Auch egal welche Partei gerade an der Macht ist. Völkerrecht ist Recht! Und es gilt auf der ganzen Welt. Sogar in Österreich.

Der Innenminister Österreichs hat am vergangenen Dienstag 22.1.2019 beim ORF-Im Report-Interview folgendes gesagt: (Zusammenfassung hier im Standard)

"Denn ich glaube immer noch, dass der Grundsatz gilt, dass das Recht der Politik zu folgen hat und nicht die Politik dem Recht." Herbert Kickl

Echt, so was sagt der österreischische Innenminister im Fernsehen. Er stellt so ganz nebenbei auch die Europäische Menschenrechtskonvention in Frage. Die Menschenrechtskonvention gibt es seit 1953 und ist in Europa der völkerrechtlich verbindlicher Grundrechteschutz. Die Europäische Menschenrechtskonvention ist damit das wichtigste Menschenrechts- übereinkommen in Europa.

Ich zeige euch weiterhin die "weltweite Variante" davon - die UN Grundrechtcharta. Es ist wichtiger denn je sie hinauszuposaunen.

Artikel 1 der Menschenrechte

20. Januar 2019
Artikel 1 UN Menschenrechte und Baby

Letzte Woche hat Susanne -mamimade- einen Post geschrieben der sehr in mir widerhallt. Das waren ihre Schlussworte:

"Es ist an der Zeit die Wertekiste wieder aufzumachen und die eigenen Werte, für die ja schon lange gekämpft wurde laut hinauzuposaunen, einfach so, ohne Aussicht auf kurzfristigen Erfolg, weil es Menschen gibt, die das hören müssen! Weil es Menschen gibt, die die Nase voll haben von Migration, Migration, Migration.
Ach bitte, macht doch auch mal einen auf Basis Motivation!"

Astrid -Le monde de Kitchi- hat dann darauf gleich noch ein Steinchen dazugefügt. Sie zitert den Artikel 3, Absatz 2 des deutschen Grundgesetzes.

Tja, und da ist sie aufgepoppt - meine "Wertekiste". Östereich besitzt nämlich kein GrundGESETZ das man so einfach zitieren könnte. In Österreich sind alle "Grundrechte"oder "allgemeine Rechte" in sämtliche Gesetzte des Bundes-Verfassungsgesetztes eingewoben. Klar gibt es sie, die Werte! ...im Juristenkauderwelsch hinter irgendwelchen Paragrafen versteckt. Trotzdem sind so viele Grundrechte nicht explizit ausformuliert. Dass sich bei den aktuellen politischen Wichtigkeiten (Migration, Migration, Migration,...) irgend jemand darüber Gedanken macht - darauf kann man nicht hoffen.

Genau 70 Jahre nach dem Inkrafttreten der UN-Menschenrechtsdeklaration wäre heuer im Dezember die Unterschrift der östererischischen Regierung unter dem UN-Migrationspakt fällig gewesen. Östereich hat NICHT unterschrieben... nobler ausgedrückt "wir enthalten uns der Stimme". Wer weiß, vielleicht meint so ein Türkis-Blauer ja auch bald die Menschenrechtskonvention von 1948 sei nicht mehr bindend...
 
Für mich schon! Denn ich finde meine Werte hier gut verständlich niedergeschreiben! Für mich ist die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (kurz AEMR) der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948 immer noch der lesbarste Text. Trotzdem sind 30 Artikel dann ganz schön sperrig auf einem Haps...

Daher mache ich folgendes:
Ich nehme die Jugendfassung der Menschenrechte und verbinde sie mit einem Bild. Knappe Botschaft - schönes Bild... ich möchte, dass sie sich in meinem Kopf festsetzen. Ich will sie nach den 30 Wochen verinnerlich haben. Mit Bildern in meinem Kopf merke ich mir Dinge einfach besser. Es gibt natürlich in den weiten des Netzes viele Verknüpfungen von Text und Bild. Die Bilder sind jedoch oft echt düster. Ich brauche meine eigenen "Basis-Motivtions-Bilder".

Nun bekommt ihr also jede Woche Bild und Text von mir serviert. Wer beim Verinnerlichen mitmachen möchte - gerne!

12tel-Blick.2019

19. Januar 2019
2019 ist natürlich wieder ein 12tel-Blick-Jahr!
Die Regeln sind recht flott erklärt:
12 mal pro Jahr machen wir von einem Standpunkt aus ein Foto, wir versuchen den Blickwinkel so genau wie möglich zu treffen.
Wem das doch zu knapp ist kann gerne hier, unterm Punkt 12tel-Blick Philosophie, nachlesen.




Ich glaube meinen Blick fürs nächste Jahr schon gefunden zu haben... aber die Zweifel plagen mich: Ist der Ausschnitt gut? Wird sich da überhaupt was tun? Wäre es dort/hier/da nicht viel besser? Und überhaupt haben alle anderen immer viel tollere Motive als ich...


"So ein Quatsch!", kann ich mir nur innerlich zurufen! Wir sind ja hier nicht bei einem Fotowettbewerb. Der Blick soll dir Freude bereiten!


Tipp 1: Mach dich nicht irre und freu dich über die normalen Blicke die vor deiner Nase liegen.

Tipp 2: Such dir jetzt, Mitte des Monats einen Blick aus... sonst bekommst du Stress bis zum 30. Jänner. Und das hier soll ja eine Aktion werden die uns Kraft gibt. Also los! Kamera nehmen und einen Blick suchen!
 


Fünf Fragen am Fünften - Jän.19

5. Januar 2019

Verpackung für die Sonografie


1. Was wünschst du dir für 2019?

Gesundheit für meine Lieben und MICH! Ja, auch extra für mich. Denn geht es mir gut, geht es auch meiner Familie gut. Das Bild zeigt eine notwendige Vorsorgekontrolle die ich jetzt zwischen den Jahren gemacht habe. Nicht angenehm sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, aber den Kopf in den Sand zu stecken macht es ja auch nicht besser. 


Vokabelheft

2. Möchtest du im kommenden Jahr etwas Neues lernen? Was ist es?
Ich möchte mein Englisch aufpolieren. Im Sommer werden wir mit einem Mietwagen durch das Yorkshire düsen. Ich freu mich sehr drauf! Ich habe mir einige Bücher besorgt, in denen ich nicht alles sooooo gut verstehe. Mein Sohn hat mir ein Vokabelheft zum Füllen überlassen, bis zum Sommer wird das schon wieder!


Ivar Regal

3. Wie persönlich ist deine Einrichtung und was ist dein liebstes Möbelstück?
Ich liebe Ivar-Regale! Vom Keller bis zu Bad... überall Ivar. Einerseits mag ich die Vollholzbretter und die klaren einfachen Linien. Außerdem ist es herrlich praktisch. Die Regale sind im Nu umgebaut, anders zusammengestellt, in einen anderen Raum gebracht... so flexibel ist kein anderes Regal. Ich mag überhaupt Regale. Bei anderen bewundere ich immer toll verbaute Kästen, alles wirkt dann so clean und aufgeräumt. Wir haben einfach überall offene Regale in denen alles verstaubt und man die Unordung sieht. Macht nix! Ich mag meine Ivar-Regale!


Gartenblumen in der Vase

4. Welche Blumen kaufst du am liebsten für dich selbst?
Keine. Im Sommer mal ein Sträußchen im Garten pflücken, das geht. Aber gekaufte Blumen, die schon tausende Kilometer hinter sich haben und unter ungewissen Umständen produziert werden... ein Luxus auf den ich gut verzichten kann.

Mond

5. Treffen die deinem Sternbild zugeordneten Charaktereigenschaften auf dich zu? 
Pfff... Sternbilder sind mir so egal. Erst wollte ich ja googeln was Waagen so ausmacht. Aber eigentlich interessiert mich das gar nicht. Ich glaube Waagen sind wenig entscheidungsfreudig und haben ein ausgeglichenes Gemüt. Das würde ganz gut zu mir passen. Ich will nicht behaupten, dass das totaler Blödsinn ist. Hat doch auch der Mond - selbst fotografiert... yeah! - offensichtliche Auswirkungen auf unser Leben. Aber irgendwie ist es mir einfach egal ob ich jetzt scheiße drauf bin wegen eines Sterns oder weil mein Sohn mich nervt. Was macht den Unterschied?


  

Glückskekse ohne Kekse

31. Dezember 2018
Glückskekse nähen und Neujahrssprüche einfüllen

Ha! Mein nähschwaches Jahr 2018 wird mit einem Näh-Post geschlossen! Noch neuen Stunden im alten Jahr - da geht sich noch ein Nähprojekt aus für euch: Glückskekse ohne Kekse.

Glückskekse nähen und Neujahrssprüche einfüllen

Ich schwöre, sie sind echt einfach. Filz im Haus? Stoffreste? Los gehts. Ich habe nach dieser Anleitung genäht.

Glückskekse nähen und Neujahrssprüche einfüllen

36 "Kekse" aus den Stoffrestln dieses Jahres sind es geworden, in knapp einer Stunde - ihr habt noch 9 Stunden über... da geht sich noch eine Menge Glück aus!

Glückskekse nähen und Neujahrssprüche einfüllen

Was am meisten aufhält ist das Zusammensuchen der schlauen Sprüche. Das braucht ihr nun auch nicht mehr, hab ich nämlich für euch erledigt... Hier gehts zum Google Drive Ordner.

Viel Vergnügnen - Prosit!

Dezember.12tel-Blick.2018

30. Dezember 2018

Schwupp di wupp - schon wieder ist ein Jahr rum! Ein ereignisreiches! Beruflich wie privat waren einige Herausforderungen zu meistern die recht viel Zeit gekostet haben. Ihr lieben Leserinnen habt es gemerkt, meine Posts waren recht rar gesät. Nichtsdestotrotz hat sich etwas Wundervolles hier getan: Ich habe im April den 12tel-Blick von Tabea Heinicker (jetzt hier und da recht aktiv) übernommen.

12tel-Blick in Streifen

Zu meiner Freude habt ihr euch duch den Wechsel nicht abschrecken lassen und seid ihm hierher gefolgt. Ich weiß, dass der Blick vielen von euch ebenso ans Herz gewachsen ist wie mir. Der 12tel-Blick ist eine herrlich unspektakuläre Aktion. Betrachtet doch nur mal mein Dezemberfoto: Ein Kind im Schnee. Recht viel Grau. Nicht wirklich ein Foto zum Posten...

12tel-blick 2018 - meine Hecke

Der Zauber enfaltet sich jedes Jahr wieder in der Zusammenstellung der Unaufgeregtheiten. So viel gibt es zu entdecken, wenn man 12 mal im Jahr an der gleichen Stelle steht - riecht, hört und fühlt wie sich der Platz ändert.

GIF meine Hecke - 12tel-Blick 2018

Ich freu mich sehr auf eure Jahresübersichten! Rutscht gut hinüber ins Jahr 2019 - vielleicht habt ihr schon den neuen Blick im Kopf?