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Artikel 11 der Menschenrechte

20. April 2019

Das Recht ist eine schwierige Sache, die wohl immer neu verhandelt werden muss...

Es ist das Osterwochenende. Und vor 2000 Jahren starb einer. Der bekam einen öffentlichen Prozess und sein ketzerisches Verhalten war wohl auch gut belegbar. Aber war das Urteil deshalb richtig?

Aktuelles Beispiel? Lest mal hier nach, ich habe etwas zum Prozess gegen Sigrid Maurer geschrieben. Die Rechtsprechung hat nicht immer mit Rechthaben zu tun. Und trotzdem. Es gibt in meinen Augen kein besseres Instrument. Das Recht muss immer und immer wieder weiterentwickelt werden. Ich möchte mich weder auf göttliche Fügung verlassen noch dem Willen eines Diktators beugen müssen.

Artikel 10 der Menschenrechte

6. April 2019

Artikel 9 der Menschenrechte

24. März 2019

Es ist für mich immer noch unglaublich, dass fast jeder der ersten neun Artikel im Österreich des Jahres 2019 so aktuell in der Diskussion sind...

Stichwort: Schutzhaft, Stichwort: Ausbürgerung...
Nein, das sind nicht nur die Forderungen der Blauen.
Auch der rote Landeshauptmann spricht so.


Artikel 8 der Menschenrechte

14. März 2019
Artikel 8 UN-Menschenechte, Gericht

Und das nicht nur in einer Instanz! Nicht ein Richter entscheidet, wir haben die Chance zu berufen. Ohne Repressalien!

In Österreich läuft gerade ein Prozess, der in mehrerlei Hinsicht interessant ist. Auf Frauenebene, wie auch auf der Ebene Verhalten-im-Internet ist das ein sehr besonderer Prozess. Ich versuche hier eine Kurzfassung:

Im Frühjahr 2018 schrieb ein Wiener Wirt - angeblich (Ich bin hier nicht die Richterin - das Verahren läuft ja) - obszöne, sexuell erniedrigende Privatmails mittels Facebook-Massanger an Sigi Maurer. Sigi Maurer ist eine bekannte, öffentliche Person, eine junge,  taffe Frau die Abgeordete der Grünen war.

Der Grundstein der Aufregeung ist also ein klassisch sexistisches Problem. Ein Mann macht eine Frau blöd an. Maurer ließ sich das nicht stillschweigend gefallen, wie es wohl so viele Frauen im Netz machen. Sie machte die Nachrichten öffentlich. Auf den Wirt prasselte darauf die Ächtung der sozialen Netzwerke herab.

Der Wirt klagte darauf hin Maurer. Er sei es nicht gewesen. Die Mails kamen eindeutig von seinem Facebook Account, so viel ist klar. Aber er sei es nicht gewesen. In erster Instanz wurde nun Frau Maurer zu 3000€ Strafe verurteilt, wegen übler Nachrede, und muss für die Prozesskosten aufkommen.

Der Richter meinte, er sei der Überzeugung der Wirt lüge, aber Frau Maurer hätte sich vor der Veröffentlichung vergewissern müssen ob der Wirt wirklich diese Postings geschrieben hatte. Sie hätte vor der Veröffentlichung eine Stellungnahme einholen müssen. Zu dieser klassischen Frauen-Thematik mischt sich also noch ein ganz anders Thema: Wie reagiert man im Netz richtig, wenn einem jemand blöd kommt? Abgesehen von der klassischen Männer-machen-Frauen-klein-Geschichte. Ich muss als Opfer meinen Täter um seine Meinung fragen? Einen Beweis verlangen, dass er mich wirklich beschimpft hat. Am besten noch mit Unterschrift und Lichtbildausweis? Sehr unrealistisch.

Was im Jahr 2019 auch ein Skandal ist: verbale sexuelle Belästigung im virtuellen Raum ist nicht anklagbar. Selbst wenn sich Frau Maurer damit an ein Gericht gewendet hätte... es gäbe keine Möglichkeit der Verurteilung.  Die Frage steht im Raum: Wie hätte Frau Maurer sich wehren sollen? DAS hat das Gericht aber gar nicht beantwortet. Das Gericht ist ausschließlich der Anklage nachgegangen: Frau Maurer hat den Namen ohne Hintergrundrecherche veröffentlicht. Das ist Fakt. Und das ist klar verboten.

Wie ihr euch denken könnt waren viele Österreicher-innen erst mal fassungslos. Der Richter sagt ganz klar: Er glaubt, dass der Mann die Frau sexuell belästigt... aber NUR die Frau wird bestraft. Weil die Art der Abwehr nicht passend war.
 
Mittlerweile ist das Urteil in zweiter Instanz aufgehoben.
Das Rechtssystem funktioniert. Stotternd, aber es funktioniert.
Am Recht muss immer gearbeitet werden. Was vor 100 Jahren "gute Rechtsprechung" war, ist heute oft unerträglich. Recht muss immer wieder hinterfragt und präzisiert werden.

Und das tun wir.
Möge es so bleiben.


Artikel 7 der Menschenrechte

2. März 2019
Gleichheit vor dem Gesetz, Artikel 7 UN-Menschenrechte


Artikel 6 der Menschenrechte

23. Februar 2019
Artikel 6 der Menschenrechte - Anerkennung als Rechtsperson

Artikel 5 der Menschenrechte

16. Februar 2019
Artikel 5 UN-Menschenrechte, keine Folter - Erniedrigung

Quälen oder grausam bestrafen... kein Problem! Das mach ich nicht.

Erniedrigen - ist hier für mich der schwierige Punkt. Es gibt immer wieder Situationen wo ich mir besser vorkomme... und das auch alle anderen wissen lasse. Der Grat zwischen überheblich sein und erniedrigen ist wohl ein sehr schmaler.

Artikel 4 der Menschenrechte

10. Februar 2019
Artikel 4 der UN-Menschenrechte: keine Sklaverei - mit Bild von spanischen Tomaten

Ich habe mir ja vorgenommen die Menschrenrechte mit "angenehmen" Bildern aus meinem Leben zu verbinden. Beim Thema Sklaverei hatte ich ein wenig Bedenken wie das gehen solle...

Wo komme ich mit Sklaven in Berührung?
Und dann wars plötzlich ganz klar: Die Obst und Gemüseplantagen in Spanien - da passsiert Sklaverei in Europa.
Was machen wir?
Wir ernähren uns gesund und schauen weg.

Ich kaufe so gut wie nur saisonales Obst und das aus der Region und dann möglichst noch bio.
Ziehe ich durch.
Echt.
Auch wenn das im Winter bedeutet, dass wir viele Äpfel und Karotten und sonst nicht mehr viel an Grünzeug essen.
Ob das gscheit ist?
Keine Ahnung.
Es ist mein Weg damit umzugehen.

Artikel 3 der Menschenrechte

2. Februar 2019
Menschrenrechte Artikel 3 - Kind mit Geburtstagstorte steht für Leben, Freiheit, Sicherheit


Artikel 2 der Menschenrechte

23. Januar 2019
Artikel 2 Menschenrechtskonvention - keine Diskriminierung

Als ich vergangene Woche diese Menschenrechts-Serie mit Artikel 1 eröffnet habe, dachte ich nicht, dass das Thema so schnell innenpolitisch brisant werden würde. Deshalb muss Artikel 2 heute raus und nicht erst am Samstag.

Das Bild bräuchte noch einen Untertitel: Die Menschenrechte gelten für alle Menschen. Egal ob sie in Diktaturen oder Monarchien oder Demokratien leben. Auch egal welche Partei gerade an der Macht ist. Völkerrecht ist Recht! Und es gilt auf der ganzen Welt. Sogar in Österreich.

Der Innenminister Österreichs hat am vergangenen Dienstag 22.1.2019 beim ORF-Im Report-Interview folgendes gesagt: (Zusammenfassung hier im Standard)

"Denn ich glaube immer noch, dass der Grundsatz gilt, dass das Recht der Politik zu folgen hat und nicht die Politik dem Recht." Herbert Kickl

Echt, so was sagt der österreischische Innenminister im Fernsehen. Er stellt so ganz nebenbei auch die Europäische Menschenrechtskonvention in Frage. Die Menschenrechtskonvention gibt es seit 1953 und ist in Europa der völkerrechtlich verbindlicher Grundrechteschutz. Die Europäische Menschenrechtskonvention ist damit das wichtigste Menschenrechts- übereinkommen in Europa.

Ich zeige euch weiterhin die "weltweite Variante" davon - die UN Grundrechtcharta. Es ist wichtiger denn je sie hinauszuposaunen.

Artikel 1 der Menschenrechte

20. Januar 2019
Artikel 1 UN Menschenrechte und Baby

Letzte Woche hat Susanne -mamimade- einen Post geschrieben der sehr in mir widerhallt. Das waren ihre Schlussworte:

"Es ist an der Zeit die Wertekiste wieder aufzumachen und die eigenen Werte, für die ja schon lange gekämpft wurde laut hinauzuposaunen, einfach so, ohne Aussicht auf kurzfristigen Erfolg, weil es Menschen gibt, die das hören müssen! Weil es Menschen gibt, die die Nase voll haben von Migration, Migration, Migration.
Ach bitte, macht doch auch mal einen auf Basis Motivation!"

Astrid -Le monde de Kitchi- hat dann darauf gleich noch ein Steinchen dazugefügt. Sie zitert den Artikel 3, Absatz 2 des deutschen Grundgesetzes.

Tja, und da ist sie aufgepoppt - meine "Wertekiste". Östereich besitzt nämlich kein GrundGESETZ das man so einfach zitieren könnte. In Österreich sind alle "Grundrechte"oder "allgemeine Rechte" in sämtliche Gesetzte des Bundes-Verfassungsgesetztes eingewoben. Klar gibt es sie, die Werte! ...im Juristenkauderwelsch hinter irgendwelchen Paragrafen versteckt. Trotzdem sind so viele Grundrechte nicht explizit ausformuliert. Dass sich bei den aktuellen politischen Wichtigkeiten (Migration, Migration, Migration,...) irgend jemand darüber Gedanken macht - darauf kann man nicht hoffen.

Genau 70 Jahre nach dem Inkrafttreten der UN-Menschenrechtsdeklaration wäre heuer im Dezember die Unterschrift der östererischischen Regierung unter dem UN-Migrationspakt fällig gewesen. Östereich hat NICHT unterschrieben... nobler ausgedrückt "wir enthalten uns der Stimme". Wer weiß, vielleicht meint so ein Türkis-Blauer ja auch bald die Menschenrechtskonvention von 1948 sei nicht mehr bindend...
Für mich schon! Denn ich finde meine Werte hier gut verständlich niedergeschreiben! Für mich ist die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (kurz AEMR) der Vereinten Nationen vom 10. Dezember 1948 immer noch der lesbarste Text. Trotzdem sind 30 Artikel dann ganz schön sperrig auf einem Haps...

Daher mache ich folgendes:
Ich nehme die Jugendfassung der Menschenrechte und verbinde sie mit einem Bild. Knappe Botschaft - schönes Bild... ich möchte, dass sie sich in meinem Kopf festsetzen. Ich will sie nach den 30 Wochen verinnerlich haben. Mit Bildern in meinem Kopf merke ich mir Dinge einfach besser. Es gibt natürlich in den weiten des Netzes viele Verknüpfungen von Text und Bild. Die Bilder sind jedoch oft echt düster. Ich brauche meine eigenen "Basis-Motivtions-Bilder".

Nun bekommt ihr also jede Woche Bild und Text von mir serviert. Wer beim Verinnerlichen mitmachen möchte - gerne!