12tel Blick mit Wilhelm Busch und der Mamsell

Acker im Jahreslauf mit Wilhelm Busch Gedicht: Frühling, Sommer und dahinter...

So schnell vergeht das Leben grad!
Erst war die Mahd,
jetzt wächst schon munter
das Grünzeug den Hang wieder runter.

Herr Busch, ich weiß man glaubt es kaum,
obwohl diese Bilder sind ein Traum - 
hab ich den August verschlafen.
Schimpfen sie nicht mit dem Fotografen,
der war zur Stell,
doch das mit dem Posten ging nicht so schnell.

Ich gelobe Besserung
und starte ins letzte Quartal mit Schwung.
Mit freundlichsten Grüßen an Sie und jede Leserin -
untertänigst die Dichterfotografin 





Orange

Viajante, oranges, gestricktes Tuch

An dem Tuch stricke ich schon sehr (sehrsehrsehr) lange, welch glückliche Fügung, dass es  nun passend zum Septembermotto Orange bei 12 colours of handmade fashion fertig ist.

Viajante, oranges, gestricktes Tuch

Viajante - Reisender heißt das Tuch von Martina Behm. Das Tuch ist unglaublich einfach zu stricken! Es ist ein Schlauch der immer dicker wird und daher aus lauter rechten Maschen rundgestrickt besteht. Ein perfektes Abend-Fernseh-Begleitungs-Projekt. Die Wolle ist ein Seiden-Wollgemisch und unglaublich dünn. Für ein gleichmäßig glattes Strickbild müsste man sehr konzentriert die linken Maschen stricken. Da ich das nicht gerne mache ist Viajante ein perfektes Tuch fürs entspannte Stricken.

Viajante, oranges, gestricktes Tuch

Diese wundervolle Lace-Wolle in Orange- und Brauntönen habe ich noch von meiner Mama geschenkt bekommen und einiges daraus gestrickt - zum Beispiel hier und da. Die diversen Resteln sind nun in diesem Tuch vereint. Ich habe sehr viele Ringel und Farbwechsel im Tuch... aber man sieht sie nicht wirklich. Das war ja auch der Plan eines harmonischen Ganzen.

Viajante, oranges, gestricktes Tuch

Ich habe das Tuch in den letzen Wochen schon fleißig getragen, es wird definitiv mein Winterliebling! Es ist sehr zart und anschmiegsam, hat durch die doppelte Lage aber trotzdem Körper... es ist perfekt!

Viajante, oranges, gestricktes Tuch
Meine Änderungen... ohne bin ichs nicht ;-) Der allererste Teil vor dem langen Rundstrickteil ist ein Dreieck. In der Anleitung ist es kraus gestrickt - mir hat das in glatt und verkehrt besser gefallen. Die Ränder bestehen aus einigen Reihen Perlmuster. Beim Zunehmen habe ich die alternative Variante genutzt.

Auch wenn ich eher die "normale Tuchrumwurschtlerin" bin, die Varianten wie man das Tuch tragen kann sind vielfältig!

Viajante, oranges, gestricktes Tuch

Viajante, oranges, gestricktes Tuch

Viajante, oranges, gestricktes Tuch

Viajante, oranges, gestricktes Tuch


ein bisserl viel vielleicht

Never Walk ALone Tasche mit Hexies

Anfang des Sommers hab ich Hexies auf so vielen Seiten gesehen, das wollte ich auch mal probieren. Ich dachte an ein paar Stück, die ich dann auf eine Tasche nähen kann. Nun, mit der Zeit sind es einfach mehr als ein paar geworden...

Schachtel voller Hexies

Hexagons nähen ist einfach eine wunderbare Abendarbeit. Man kann plaudern und die Finger sind ein wenig beschäftigt. Und da an Sommerabenden viel Zeit zum Plaudern ist, sind es ein paar mehr geworden...

Stoff-Hexies - Hexagon überzogen mit Stoff

Ich habe von jedem Stofffleckerl in meinem Keller ein, maximal zwei Hexagons gemacht. Wer diese Schachtel schon irre findet würde in meinem Keller-Stoff-Lager wohl in Ohnmacht fallen... Noch weiß ich nicht was aus der Pracht in der Schachtel werden soll, zumal ich noch lange nicht fertig bin!!! Momentan bin ich mit dem Steicheln und farblich Sortieren total zufrieden.

Never Walk ALone Tasche von Nemada
Die Tasche habe ich erstmals genäht, es ist das Freebook Never Walk Alone von Nemada. Der schwarze Außenstoff ist ein stabiler Ikea-Vorhangstoff verstärkt mit Volumenvlies. Daher sind die Steppungen recht plastisch.

Never Walk ALone Tasche von Nemada

Das Innenleben habe ich um eine Zipptasche und einen Schlüsselanhänger erweitert - keine Tasche mehr ohne diese beiden Gimmicks! Die Träger sind ebenfalls mit Volumenvlies hinterlegt und fix angenäht. Als Verschluss dient in der Mitte die Masche, ich hatte Sorge ob das "zu genug" ist. Die Lösung ist aber perfekt. Die Öffnung ist klein genug damit nichts rauskullert, aber groß genug um mit der Hand flott den Schlüssel vom Karabiner zu lösen.

Never Walk ALone Tasche von Nemada

Ich habe mir mit Buntstift ein Gitterraster vorgezeichnet und die Hexies in der Mitte mit einer Stecknadel fixiert. Vor jedem Hexie muss man kurz stoppen und das Füßchen heben, trotzdem war das Annähen unproblematischer als gedacht. 


neun


Unfassbare neun Jahre ist das kleine Füchlein nun alt. Neun!


Das wunderbare Fuchs-Jersey-Panel habe ich seit einem guten halben Jahr versteckt -  um es zum obligatorischen Geburtstagsgewand zu vernähen. Der Stoff war so toll, dass ich glatt mal meinen Ich-näh-nur-Bio-Anspruch über Bord geworfen habe... aber alle anderen Stoffe sind bio. Bei Basics in Blau, Gelb und Jeans ist das ja auch leicht machbar!

Unerwarteter Weise fiel mir die Kombination diesmal sehr schwer. Der aufgedruckte Fuchs hat einen wunderbar warmen Braunton - aber mein Füchslein hat so gar kein Gewand in Braun. Deshalb habe ich das Gelb der Punkte aufgenommen. Doch irgendwie hat der Braunton gefehlt... bis das SnapPap ins Spiel kam! Nun mag ich die Farbkombination richtig gerne!


Die Jeans ist der Schnitt Distressed aus der Ottobre 1/17, Größe 140 - aber wesentlich verbreitet. Der Schnitt sitzt im Original sehr eng... hab ich schon zwei mal genäht... aber noch nicht gepostet. Tststs, wie schleißig! Das Kapuzenshirt  - Ottobre 4/14, ebenfalls in 140 - ist ja sowieso unser Dauerbrenner, zum Beispiel hier und da. Die Kragenlösung liebt das Füchslein heiß. 


Auch der Bund ist eine Lieblingslösung: Vorne Zipp und Jeansknopf mit verstürzetem Knopfloch, ab der Tasche ein Jerseybund mit Gummi. Der Sitz der Hose ist dadurch immer perfekt. Über die Lebensdauer der Hose hinweg ändere ich die Bundeweite zwei oder drei Mal.


Sommer.Post.Kunst.Essenz.17


Die Essenz des Blaudruck-Sommers!
Was für eine Pracht!


Den ganzen Sommer über beschäftigte ich mich mit dem Drucken für die Sommerpostaktion. Und was mache ich am Ende? Kein Foto meiner eigenen Werke! Dabei habe ich es wochenlang vor mir gesehen: Die unterschiedlichen Scherenschnitt-Fleckerl - alle haben ein unterschiedliches Muster, nur zwei Muster habe ich doppelt abgedruckt - liegen zu einem großen Ganzen zusammengefügt am Boden, ich erfreue mich an dem Anblick und mache ein letztes Foto. Es wird aussehen, als ob lauter alte Zementfliesen vor mir liegen. Hat so stattgefunden... also fast... bis aufs Foto. Stöhn!


Aber nun mal der Reihe nach. Die Aktion gehört zu meiner heißgeliebten Post.Kunst.Brief.Aktion. Acht Teilnehmerinnen gestalten 25x25cm Stoffe und senden sie an die übrigen sieben Teilnehmerinnen, schön verpackt natürlich!
Diesmal: ein Blaudruckverfahren. Physik von der ganz, ganz sympatischen Seite. Lest doch hier nach, wenn ihr mehr zur Technik lesen wollt.


Seit geraumer Zeit fixiere ich alle gefärbten, gedruckten, bepinselten Dinge nicht mehr mit dem Bügeleisen, sondern im Backrohr. Den Tipp habe ich von verplüscht und zugenäht - total zeitsparend, total sicher!

 
Die Technik ist wirklich total genial, funktioniert auf Jersey wunderbar und wird wohl noch öfter zur Anwendung kommen. Schließlich muss auch dieses Shirt irgendwann mal in die Waschmaschine.


Die Kuverts habe ich mit einer anderen Drucktechnik (Hasi lässt grüßen) sommerlich behübscht. Beim ersten Bild habe ich eigene und geschenkte Stücke einfach wild für ein Foto aufgelegt. Es ist grandios so! Ich werde wohl eine Decke draus nähen. Das könnte aber noch dauern... Aber so ein wenig Sommeressez in den Winter mitnehmen tut sicher auch gut! Danke, ihr lieben Mitpostlerinnen!