Februar.Bright Hopes... MfG

MfG von Fanta4, eigene Abkürzungen auf ein Shirt gedruckt

MfG, der Song der Fantastischen 4 - klick - hat mich zum kleingedruckten Überfluss auf dem Shirt und dem Patchwork-Streifen inspiriert. Gewählt habe ich lauter Abkürzungen, die mit meinem Leben etwas zu tun haben. Ich bin VS Lehrerin, BEd, in HL-NÖ-AUT-EU. BIFIE-PIRLS-IKM frisch aus dem BMBWF... man könnte weinen, oder LOL sagen.

MfG Fanta4 als Inspiration für einen Quilt und ein Shirt

Im Jänner verknüfe ich das 6-Köpfe-12-Blöcke-Quiltthema mit dem Kleingemusterten-Mustermittwoch.

MfG mit freundlichen Grüßen die Welt liegt uns zu Füßen

Erstmals habe ich Bambus-Jersey von Biostoffe.at vernäht. Der fällt sehr weich, ein richtig angenehmer Stoff! Grundschnitt (mit langer Anpassungszeit) ist das Shirt Statement aus der Ottobre 2/17.

MfG - Abkürzungen ergen einen kleingemusterten Stoff

Der Februar Block heißt Bright Hopes. Das farbliche Konzept des Musters sieht zwar ein wenig anders aus, aber so passt es besser in mein Februar-Thema. Anfang Jänner habe ich euch ja schon meinem Färbe-Desaster berichtet. Nun habe ich außen den ungefärbten Bettdecken-Stoff bestempelt. Bei jedem Block kommt eine Abkürzung dazu - bis zum babylonischen Gewirr.
Normalerweise bin ich eine sehr ungenaue Kreuz-und-quer-Nahtzugaben-Büglerin. Hier habe ich mich an die Vorgaben gehalten. Und schau an! So ist das auch hinten ganz  ansehnlich geworden.


Mit dem Auto.Stadt-Land


Seit fast einem Jahr könnte ich sogar öffentlich in die Arbeit kommen, ein neuer Bus wurde in der Früh eingeführt. Warum ich das nicht mache?

1. Ich müsste knapp 20 Minuten zu Fuß zur Bushaltestelle gehen. Das ginge ja noch irgendwie.
2. Ich müsste das Haus eine knappe halbe Stunde vorher verlassen. Knirsch.... geht auch.
3. Ich müsste jeden Tag 4,40€ für die Fahrkarte ausgeben. Na gut, Benzin schenkt mir auch keiner. Zählt nicht.

Aber jetzt:
4. Ich müsste meine Schulsachen tragen.
Ich unterrichte an einer klitzekleinen Volksschule. Im Abteilungsunterricht. Das bedeutet: Es sitzen Kinder verschiedener Schulstufen in meinem Klassenraum. Macht verschiedene Bücher. Viele verschiedene Bücher. Euch zu erklären warum ich die jeden Tag hin und herschleppen muss sprengt diesen Post. Glaubt mir einfach.  Ich brauche sie.



Am Foto seht ihr die normale Tagesladung, verteilt auf zwei Körbe. Ich habe die beiden Körbe heute exra für euch gewogen - und mich sehr geschreckt: 11,6 kg. Na bumm! Gewicht an anderen Tagen:     oben offen auf der unendlichen Lehrer Skala. Das sind ja nur meine Sachen. Ich trage aber auch Hefte und Bücher von Kindern spazieren. Landläufig hat so eine Lehrerin ja einen Halbtagsjob. Stimmt eh. Fast. Ich hab bloß ZWEI Halbtagsjobs. Einen halben Tag in der Schule, einen halben Tag zu Hause. Und die Nachmittagsarbeit will ja auch irgendwie mit. Also schleppe ich fast jeden Tag noch eine Schuler-Stofftasche mit Heften und Büchern der Kinder mit mir rum. Gut, ich könnte natürlich einen Trolley anschaffen, auf einige Dinge verzichten. Und doch:
Ich will das Zeug nicht schleppen!
Find ich super, dass mein Auto das für mich erledigt.

5. In der Früh hin geht ja recht zeitnah. Fragt jetzt nicht nach den Mittags-Bus-Zeiten. Das hier ist eine recht ländliche Gegend. Mit vielen Ortschaften und noch mehr Landschaft dazwischen. Bedeutet die Mittags-Bus-Zeiten sind echt lang. Mit dem Auto kann ich gemeinsam mit dem Kind essen. Sogar kochen. Mehr als schnelle Nudeln gehen sich nicht aus. Aber hey!
Essen mit dem Kind ist mir wichtig.
Deshalb fahre ich Auto.


6. Ich könnte diese tollen Straßenfotos nicht machen. Ich glaube nicht, dass der Busfahrer sofort anhält, wenn ich ein tolles Motiv entdecke. Und ich meine so-fort!!! Es mag euch lächerlich erscheinen, aber...
Ich will enscheiden wie schnell ich die Stecke zurücklege.
Und wo ich mal kurz für ein Foto raushüpfe.



Gut, die Arbeit ist nun geklärt.
Und am Nachmittag?

Da schlägt der Schweinehund gnadenlos zu!

Klar könnte ich die knapp zwei Kilometer zum Supermarkt gehen. Ich fahr auch manchmal mit dem Rad. Im Sommer - siehe da ;-)

Klar könnte ich das Kind zu Fuß in die Horstunde begleiten - öffentlich gibts nicht. Selbst gehen klappt nicht. 9 Jähriger und eine Horn im Koffer - das ist ein krasses Missverhältnis. 35 Minuten hin, 30 Minuten Stunde, 35 Minuten retour. Mit dem Auto geht das irgendwie schneller. Mit dem Auto passt der Einkauf noch da dazwischen rein...

Ein großes Problem des ländlichen Bereiches ist wohl der: Es gibt kein öffentliches NETZ, es gibt einen öffentlichen STERN. Alle Linien führen zur Bezirkshauptstadt hin. Möchte man aber von Dorf zu Dorf gelangen, ist das oft ein mühsames Unterfangen, da man erstmal in die "Stadt" muss  um umzusteigen.

Jederzeit von A nach B zu  kommen - das kann das öffentliche Stern-Netz auch nicht leisten. Daher gibt es hier so viele Autos, in den allermeisten Familien gleich zwei.

Februar.12tel-Blick.2018

gleiches Motiv im Jänner und Februar

Wer da durch den Garten hüpft?
Zottelkralle!


Zottelkralle im Garten

Kennt ihr nicht ?!?!
Bitte -hier- lang!

Wer sich lieber an meinem 6er-Blick gütlich tun möchte, bitte:

6 Motive, Veränderung zwischen Jänner und Februar


Gut Ding baucht Weile



Heute treffen einander die Stoffspielerinnen bei Nahtlust. Faces ist das Februar-Thema.
Ich hab einen Plan! Einen sehr, sehr genialen - wie ich finde.
Allerdings muss es erst Frühling werden.

Seit geraumer Zeit schon ist dieses Shirt zu klein. Und doch liegt es immer noch im Kinder-Kasten. Vielleicht schrupft er ja nochmal? Wer weiß? Die Trennung fällt so schwer.

Da werde ich Abhilfe schaffen. Eine Erinnerungs-Verlängerung auf Stoff. Invers. Nicht blau-orange, sondern orange-blau.

Gedruckt wird im April, denn der ist orange! (hier und vielleicht da kann man schlauer werden)

Außerdem muss es Frühling sein. Schon die erste Benutzung des Siebdruck-Rahmens hat klar gemacht: Ich bin ein Outdoor-Gegenstand. Abgespritzt wird mit dem Gartenschlauch. Aktuell hat es -10 Grad... der Gartenschlauch ist momentan unpässlich. Bis April wird er schon sein angestammtes Platzerl gefunden haben, dann gehts los.

Die Kopf-Spielerei hat schon begonnen, die Stoff-Spielerei wird folgen.



Mit Bus und Bahn

Kinder spiegeln sich im Zug
Zugfahrt nach Wien zum Kindertheater-Abo

In meinem jetzigen Lebensabschnitt bin ich nur mit dem öffentlichen Bus unterwegs, wenn ich mit meinen Schülern in die Bezirkshauptstadt will.

Mit der Bahn fahre ich einige Male im Jahr nach Wien. Um etwas zu besorgen, jemaden zu besuchen, leider so gut wie nie um Abendvorstellungen zu besuchen. Die Taktung am Abend und die frühe letze Fahrt lassen mich da so gut wie immer zum Auto greifen.

Zugfahren als Pendlerin, das habe ich 9 Jahre meiner Schulzeit genossen:

In der Unterstufe musst ich erst 10 Minuten dem Rad zu Bahnhof fahren, dann noch einige Stationen mit dem Zug nach Krems. Schließlich noch mal etliche Minuten stramm bergauf um zur Schule zu kommen. Und mittags alles retour. Regen, Schnee, Sonne... egal. Trotzdem des mühsamen Wegs habe ich ihn echt gerne zurückgelegt. Immer mit den Schulfreunden, immer mit Gaude.

Nach einem Umzug und einem Schulwechsel wurde der Weg in der Oberstufe dramatisch komplitzierter: Der Wecker läutete um 5:00, die restliche Familie schlief noch eine Stunde, während ich mir leise ein Pausenbrot schmierte und frühstückte. 5:20 Abmarsch zum Bahnhof, zu Fuß, nur einige Minuten entfernt. ZWEIMAL umsteigen! Nach knapp zwei Stunden Zugfahrt war ich am Ziel, der HTL St. Pölten. Zu Hause war ich dann wieder um 17:45 oder um 18:45. Und ja, auch samstags war da noch Schule! 5:20 aus dem Haus, 13:15 retour.

Wir haben diesen Irrsinns-Weg zu dritt zurückgelegt. Wir haben viel geschlafen, immer die Hausübung im Zug gemacht, Musik gehört, gelacht und sind anderen Reisenden wohl oft ziemlich auf die Nerven gegangen. Ich würde das heute nicht mal ansatzweise aushalten! Damals war es ganz normal für mich.

Später, beim Studieren, hatte ich in der Früh Mitfahrgelegenheit, nur die Heimfahrt musste ich mit dem Zug bestreiten. Nur mehr einmal umsteigen. Was für Luxus!

Seit ich arbeite bin ich mit dem Auto unterwegs.

Ganz schräg finde ich ja, dass ich kein einziges Foto aus den 9 Jahren exzessiver Schul-Bahn-Zeit verfüge. Handys hatten wir keine. Und wenn der Fotoapparat mal mit war - analog natürlich - hat niemand die Notwendigkeit gesehen im Zug ein Foto zu machen. Bilder im Kopf hab ich jedoch viele. Viele lustige. Viele fade. Viele in jedem Fall, da ich echt viel Zeit im Zug verbracht habe.

Theater


Astrid lädt uns im Februar ein uns Gedanken zum Theater zu machen:



Ich mag Theater. Sehr!
Allerdings mache ich es wesentlich öfter, als ich es konsumiere.

Am Foto könnt ihr mich als Kasperl bewundern. Das Bild ist NICHT im Fasching entstanden. Es war keine Verkleidung, es war mein Kostüm. Meine Leidenschaft für die Bühne wurde schon ganz zeitig geweckt - vom Pfarrer. Klingt lustig, ist aber tatsächlich so. Er war ein echter Theaterfreak. Jedes halbe Jahr wurden im Pfarrsaal zwei große Stücke aufgeführt, eines von Erwachsenen, eines von Kindern. Die Erwachsenen-Stücke waren jedoch nicht die  üblichen leichten Verwechslungskomödien. Lustig wars schon meist - aber mit Tiefgang. Ich kann mich etwa an viel Nestroy erinnern.

In  diesem Stück war ich Kasperl. Ganz klassisch. Prinzessin wird vom Krokodil entführt, Seppl und ich retten sie, die Räuber und der Zauberer müssen auch noch ausgeschaltet werden... ihr merkt schon ich bin der Ober-Hero in dem Stück :-)

Bei diesm Stück bin ich auch erstmal dem Wort "Rampensau" begegnet. Die Pfarrersköchin hat mich so genannt. Das kam so: Das Kostüm hatte hinten einen langen Zipp. Bei einer der Vorstellungen merkte ich plötzlich Luft im Rücken... Der Reißverschluss war über die komplette Länge aufgegeangen und kaputt. Nachdem ich das halbe Stück mit entblößtem Rücken und halb in der Unterhose spielte,  flickte man mir während eines kurzen Abgangs mit zwei Sicherheitsnadeln das Kostüm. Mir war das total egal... Kasperl eben.

Der Pfarrer war aber nicht nur auf der Theaterbühne ein Schauspieler. Er hat die Bühne auch ins Klassenzimmer und den Ambo verlegt. Ich habe seinen Religionsunterricht geliebt! Jede Religionsstunde hat er sich eine Geschichte aus dem Testament vorgenommen und erzählt - aber mit Händen und Füßen, mit Mimik, Stimme, Sapnnung.

Auch ich ertappe mich nun immer wieder, dass ich wie ein Koblod durchs Klassenzimmer hüpfe, mit tiefer Bärenstimme, oder sanft wie ein Engerl spreche, wahnsinnig dramatische Gesten benutze - während wir etwa so was Trockenes wie Satzzeichen der direkten Rede lernen. Oder die Unendlichkeit von Geraden. Oder die Bestimmung der Satzglieder. Oder die Mächtigkeit der Alpen. Egal. Man kann einfach alles irgendwie ein bissl spannender machen als es ist.

Zum Konsumieren bleibt da irgendwie gerade wenig Zeit. Der Weg zum Theater, und das am Abend, ist mir momentan oft zu lange. Wenn es Babysitter gibt, dann werden sie für musikalsiche Events genutzt. Und unter der Woche kann ich schon gar nicht fort. Da leidet ja sonst meine Bühnenpräsenz am nächsten Tag...


Is des in mir oder kennan des olle hean?

is nit lang her - Teytauszug aus einem Hubert von Goisern Lied



Mein Beitrag zur Eye Poetry # 12 ist ein Parallel"gedicht". Huscht zu Holunder rüber und schaut euch das Original an.

Der Klang der Lerche, den man den ganzen Tag in sich rumträgt... das hat mich sehr an ein Musikstück von Hubert vom Goisern erinnert: Is nit lang her
"Is des in mir oder kennan des olle hean" (Ist das in mir oder können das alle hören?) - diese Textzeile hallt seit dem ersten Hören in mir wider. Ich höre sehr oft Melodien, Klänge, Töne in mir. Mit den Jahren hab ich gelernt: Nein.... die hört sonst keiner! Das ist mein kleines Vögelchen im Kopf, das exklusiv für mich zwitschert.

mit dem Fahrrad


Mit dem Fahrrad...
Emma, im Februar? Echt jetzt?
Seht ihr das erstaunte Glupschen meines Rades?
Im Winter bekommt es mich nie zu Gesicht!

Gar nicht. Überhaupt nicht!
Viel zu viel Splitt auf den Straßen!
Uuuuur gefährlich!
Und kalt ist es auch!

...faul bin ich auch...

Das führt auf direktem Weg in die übernächste Woche... mit dem Auto...


zu Fuß unterwegs


So wie so? Sowieso!



Zum Shirt gibts die passende Musik. Der kleine Fuchs hört das Lied rauf und runter, so wie alle Kinder findet er Mark Forster total super. Und ich auch. Die Texte sind einfach ein Hit!


Wunderschön doppeldeutig finde ich das Sowieso, das hab ich mir deshalb vorne draufgedruckt.
Sowieso! - Natürlich wird es gut!
So wie so! - Ob so oder anders... egal! Das wird schon.


Das Grau des Shirts ist nicht zufällig gewählt. Mein heurige Deckenaktion hat im Jänner die Farbe Grau. Wenn möglich, möchte ich jedes Monat das passende Shirt zum Quilt-Block schaffen.


Außerdem sind Biesen drauf! Biesen sind das Thema der Jänner-Stoffspielerei. Auf Baumwollstoff, wie hier, sind sie ja keine Hexerei. Mein Ehrgeiz wollte Biesen auch auf ein Jersey-Leiberl bringen. Ich habe sehr, sehr viel experimentiert. Fazit: Quer zum Fadenlauf ist am stabilsten, unter 0,8 mm geht gar nix. Da gibts nur mehr Wellen.

Bei den unzähigen Probefleckerl war auch ein gestreiftes dabei. Der Effekt von quer abgenähten Biesen hat mir auf dem gestreiften Stoff besonders gut gefallen. Dadurch ergibt sich einfach eine tolle Musterung.



Die Biesen habe ich bei etwa 9 mm abgenäht, entstanden ist eine fast schon geheime Peace-Fahne. Wenn jemand Text aufmerksam liest, dann bemerkt er vielleicht auch die bunten Abnäher.



Grundschnitt (mit langer Anpassungszeit) ist wieder das Shirt Statement aus der Ottobre 2/17. Es ist mein Lieblingsschnitt, wenn "etwas aufs Leiber drauf soll". Es bietet viel gerade Fläche, sitzt aber trotzdem gut. Der Kragen, wie so oft, mein Rollrand.

Der Jersey ist definitiv von biostoffe.at - dem stoffgeschäft meines vetrauens. Ist es ein Stoffonkel-Fabrikat? Da bin ich mir nciht mehr sicher. Wie merkt ihr euch das? Scheibt ihr euch das auf? Ach, irgendwie bräuchte ich da mal ein System.