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Schwerkrafttasche

7. Januar 2020

Fast - aber nur fast - bin ich stolz auf mich. Hab ich es doch glatt geschafft die Farbenmix-Adventkalendertasche Marisa am 6. Jänner, also noch IN der Weihnachtszeit, zu vollenden.

Vorne ist sie seeeehr hübsch! Meine Mutter sammelte leidenschaftlich schräge Stoffe. Das ist ein Musterfleck für Möbelbezüge - ein toller Taschenstoff. Hat genug Festigkeit, aber doch etwas Weiches, Warmes. Der Verschluss ist ein alter Uniformknopf von der Gendarmerie-Uniform meines Opas. Gendarmerie...na ihr ahnt, auch dieser Knopf hat schon ein gutes Alter. Das Innenleben war mal ein Gartenvorhang meiner Mutter. Er ist schon leicht geschossen, aber das sieht innen ja niemand! Upgecycelt sind auch die Gurthalter, meine Tante trennt sehr gerne alte Dinge auf und gibt mir dann die Ersatzteile.


Auch von hinten ist es wunderschön, meine neues Täschchen! Das graue Webband am Gurt ist nicht zu auffällig, ein sehr zarter Hingucker!

Ihr fragt euch wo mein -fast- zufrieden herrührt?
Hat mit dem Namen der Tasche zu tun. Den hat mein Mann ihr gegeben: Schwerkraft-Tasche. Find ich rasend originell. Weil... tja... weil...


... das gesamte Innenleben verkehrt eingenäht ist. In die vordere Tasche und die hintere Zipptasche müssen nun Schlüssel, Geldbörsel und Taschentücher mit ein bissl Schwerkraftaufhebung reinschlüpfen.

Krawatten-Taschen

29. April 2018
Tasche aus alten Krawatten genäht

Die Stoffspielerei des Monats April: Krawatten
Zu Ostern habe ich beim Familienessen fallen gelassen: "Ach, ja ich bräuchte ein paar Krawatten für meine Stoffspielerei. Habt ihr da vielleicht was für mich?"

Tasche aus alten Krawatten genäht

Hatten sie!

Tasche aus alten Krawatten genäht



Tasche aus alten Krawatten genäht



Tasche aus alten Krawatten genäht

Mit der Fülle war ich gleich mal komplett überfordert. Damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Und schon gar nicht, dass ein richtiger Regenbogen rauskommen würde. Auf einen roten Farbtupfer hab ich ja noch gehofft, aber die Fülle? Nachdem wir einige Tage im Wohnzimmer über den Regenbogen gestakst sind, meinte mein Mann es wäre Zeit für Ergebnisse.

Nach langem hin und her legen und drehen habe ich mich entschlossen erstmal nur die hinteren 80cm der Krawatten zu verwenden... das heißt die ganzen Vorderteile gibt es noch!

Tasche aus alten Krawatten genäht

In der ganzen Fotoflut ist es das einige Foto, auf dem ihr bei der grauen Tasche erkennen könnt, dass die Krawatten die ganze Oberfläche der Tasche ausmachen.

Tasche aus alten Krawatten genäht

Entstanden sind drei Klappen-Taschen, das passt ganz gut, denn es gibt drei Hauptspender, da darf sich jeder eine Tasche aussuchen. Ich habe von einem mittelfesten Walkstoff 50 cm abgeschnitten und über die ganze Breite verwendet. Schnitt gibts keinen, ich hab einfach den Stoff umgeschlagen, Ecken am Boden abgenäht... alles ohne Messen aus dem Handgelenk. Desalb sind auch alle drei Taschen unterschiedlich groß und Tief.

Wesentlich schwieriger war es die Krawatten gerade auf den Stoff zu bringen. Ich habe mir alle 3 Zentimeter Kreide-Hilfslinien gemacht und doch ist hier alles ein wenig verzogen.
Erstens war der Stoffuntergrund wesentlich weniger stabil als gedacht und hat sich schrecklich verzogen. Die Klappen sind nun nicht ganz geade, sondern steigen optisch ein wenig an". Ich behaupte einfach mal: das gehört so.
Zweitens habe ich auch beim schmalen Teil der Krawatte den Breitenunterschied vollkommen unterschätz. Ich musste die Krawatten dadurch im Bereich des Spitzerls ziemlich stauchen. Was im Endeffekt aber einen wunderschön erhabenen Effekt bringt.

Tasche aus alten Krawatten genäht

Innen ist die Tasche ziemlich raw. Die Nähte und den Zipp der Innentasche habe ich jeweils in Kontrastfarbe genäht. Der "Gurt" ist eine Lederkrawatte. Auf einer Seite ist sie angenäht, auf der anderen Seite kann sie in einem Ring festgeknotet werden, damit ist der Träger längenverstellbar.

Tasche aus alten Krawatten genäht

Eine Information die auch auf der Tasche erhalten bleibt: Die Österreichische Post stattet ihr Mitarbeiter mit Polyester-Krawatten aus.



Februar.Bright Hopes... MfG

27. Februar 2018
MfG von Fanta4, eigene Abkürzungen auf ein Shirt gedruckt

MfG, der Song der Fantastischen 4 - klick - hat mich zum kleingedruckten Überfluss auf dem Shirt und dem Patchwork-Streifen inspiriert. Gewählt habe ich lauter Abkürzungen, die mit meinem Leben etwas zu tun haben. Ich bin VS Lehrerin, BEd, in HL-NÖ-AUT-EU. BIFIE-PIRLS-IKM frisch aus dem BMBWF... man könnte weinen, oder LOL sagen.

MfG Fanta4 als Inspiration für einen Quilt und ein Shirt

Im Jänner verknüfe ich das 6-Köpfe-12-Blöcke-Quiltthema mit dem Kleingemusterten-Mustermittwoch.

MfG mit freundlichen Grüßen die Welt liegt uns zu Füßen

Erstmals habe ich Bambus-Jersey von Biostoffe.at vernäht. Der fällt sehr weich, ein richtig angenehmer Stoff! Grundschnitt (mit langer Anpassungszeit) ist das Shirt Statement aus der Ottobre 2/17.

MfG - Abkürzungen ergen einen kleingemusterten Stoff

Der Februar Block heißt Bright Hopes. Das farbliche Konzept des Musters sieht zwar ein wenig anders aus, aber so passt es besser in mein Februar-Thema. Anfang Jänner habe ich euch ja schon meinem Färbe-Desaster berichtet. Nun habe ich außen den ungefärbten Bettdecken-Stoff bestempelt. Bei jedem Block kommt eine Abkürzung dazu - bis zum babylonischen Gewirr.
Normalerweise bin ich eine sehr ungenaue Kreuz-und-quer-Nahtzugaben-Büglerin. Hier habe ich mich an die Vorgaben gehalten. Und schau an! So ist das auch hinten ganz  ansehnlich geworden.


N E O N !

21. Februar 2017
Das Kind liebt Neon.
Das Kind darf sich Kleidung von mir wünschen.
Ich mag Neon eh auch... die Dosis machts halt nur aus...

In diesem Post zeige ich euch die drei Teile, die in diesem Winter permanent am Kind zu finden sind.



Teil 1 - S C H U H B Ä N D E R


Ja ich kann mich damit rühmen - ich hab sie gefunden. Beim Schuhkauf im Herbst, mitten im Waldviertler-Schuhmessen-Chaos (Eingeweihte wissen, dass Chaos den Zustand dort nur sehr unzureichend beschreibt.) habe ich statt der faden, braunen Schuhbänder diese Wahnsinnsteile ausgegraben.
Kind war glücklich.
Ich auch.




Teil 2 - J E A N S



Das Kind wollte Neonjeans. Also so komplett. Von oben bis unten. Straßenarbeitermäßig oder so. Ich habe lange probiert ihm einzureden, dass Akzente viel cooler und wirksamer sind als flächiger Einsatz. Was soll ich sagen, ich bin gescheitert. Bo in 140, ordentlich verlängert, Vorderteil upgecycelt und alte Naht erhalten, Hinterteil neu mir Neoneinfassung.


Der Bund ist unsere Lieblingslösung, ganz nach Kindergeschmack. Ich könnte beim Nähen auf den Zipp ja gerne verzichten...
Der Jeans-Bund ist von der alten Hose abgetrennt, das Knopfloch übernommen. Der Knopf ist neu gesetzt. Der Bündchenstoff schmiegt sich fein an, durch den verstellbaren Gummi passt die Hose einach länger.
Er mag die Hose eh.
Aber schöner wär sie, wenn die Taschen größer und der Streifen breiter... und ... und... und Neon eben statt Jeans.
Ich mag sie.
Genau so.
Ätsch, ICH näh die Kleidung.
Ich find das...



... trotz Knetmasseflecken ;-)




Teil 3 - H A U B E 


Das Kind brauchte eine neue, warme Haube.
"Du, Mama... Neon wär gut, denn das sieht man auch in der Dunkelheit, wenn ich in die Schule gehe, echt gut." 
Tja. Da hatte er mich.
Bei dem Argument musste ich  tief in die Leuchtkiste greifen.
Erstmal ist alles Neon. Und dann noch viele fette Sterne mit Reflektionsfolie drauf. Schnitt der Haube ist die Norwegerhaube vom Farbenmix Multi-Mützen-Mix. Allerding habe ich die Schnittlinie ums Gesicht an den Schläfen ordentlich ausgeschnitten, dafür hinten um etliche Zentimeter tiefer gezogen.
Wirklich viele Leute haben mich auf die Haube schon angesprochen: so sicher, so sichtbar, so warm und sooooo neon.




Eye-Poetry... die weiße Decke

15. Februar 2017






Holunder hatte eine fabelhafte neue Idee: Eye-Poetry... quasi Lyrik fürs Auge. Jedes Monat stellt sie ein Gedicht oder ein Stück Prosa vor. Und wir finden einen eigenen Weg diese Worte zu interpretieren, fürs Auge gefällig darzustellen. Dieses Monat ein Stücklein Text aus Alice im Wunderland von Lewis Carroll.


"Decke" und "Lieblinge"... ich hatte sofort die Assotiation von Tieren, die es sich in einer Höhle gemütlich machen. So gemütlich, dass an Schlaf gar nicht zu denken ist... mit einem guten Buch und einem glühenden  Ofen unter der behütenden Schneedecke den Winter genießen.

Dass ich das Thema textil umsetzte war gar keine Frage! Außerdem brauchte ich eine Tasche. Der Schnitt Charlie-Bag ist da immer dankbar, da viel Fläche zum  Austoben bleibt.





Die beiden Grundstoffe waren schnell gefunden: Einerseits ein Bettüberzug vom Onkel Gerhard für den Schnee. Der hat vor Jahren schon eine missratene Färbeprozedur hinter sich gebracht. Übrig blieb nur stellenweise ein zarter Rosaton. Er erinnert mich an einen Wintersonnenaufgang. Der braune Erdboden war einmal ein Dirndlleib meiner Mama.

Der Bär war flott gezeichnet - aber dann... wie bringe ich den sauber in die Höhle? Fester Stoff oder doch Jersey? Irgendwann ist mir das SnapPap in die Hände gefallen. Es ist perfekt! Der Bär ist ganz akkurat aufgenäht und auch nach oftmaligem Waschen wird es noch nett aussehen.




 

Mama, du musst was nähen.

19. Juli 2016

Der kleine Fuchs hatte einen großen Auftritt in der Schule. Das Lieblingsbuch der Schule wurde gewählt. Der kleine Fuchs war Klassensieger geworden, worüber er sich sehr freute! Aber nun sollte er sein Buch vor der ganzen Schule präsentieren - und da wurde dem kleinen Erstklässler ein wenig mulmig. Er wollte es richtig gut machen, also meinte er: Mama, du musst was nähen was dazupasst! Ich hatte genau 46 Stunden Zeit ;-)



46 Stunden, das war auch schon mal weniger für eine -du musst- Aufgabe. Die Näherinnen unter euch wissen jedoch: Will man auch mal schlafen und ein bissl Geld verdienen, dann ist das nicht viel für eine Hose und ein Shirt. Mein Trick: Upcycling!


Das Regenbogenfisch-Shirt habe ich für die Kindergartenaufführung im Jahr 2013 genäht. Die Strandkorb-Hose war im Jahr 2013 richtig lang. Die Hose habe ich einfach abgeschnitten und einen neuen Gummi eingezogen... das war in einer Viertel Stunde erledigt.
 

Der Regenbogenfisch war da schon abendfüllender. Er habe ich eine neues Ringelshirt genäht, Schnitt wie so oft Tomboy. So richtig viel Zeit hat der "Bullaugenlook" gekostet. Vom alten Shirt habe ich ein Oval ausgeschnitten. Und dann aus einem schrecklichen Flutschi-Stoff einen Rand an diesen Ausschnitt genäht, umgeklappt und alles am neuen Shirt befestigt. Den Flutschi Stoff - Badeanzugstoff mit Noppen die sich in die Nähmaschine fressen, grrrrr - habe ich mal für ein Roboterkostüm besorgt, aber  nach den ersten Nähversuchen bald ganz nach hinten im Regal gestopft. Irgendwann war dann alles eingermaßen gerade drauf, und das Kind am nächsten Tag glücklich: "Mama, sogar die Viertklässler haben das gut gefunden!" "Buch oder Gewand?" "Beides!" 


Bleibt nur noch die Frage - Warum zeige ich euch den Fisch im Grünen? Über den Baumwipfeln? Ich hab mir das Fotografieren der Kombination exra für den Sommerurlaub an der Nordee aufgehoben. Aber da gabs eben Nordseewetter :-)
Hollabrunn hat einen neuen Aussichtsturm mit grandioser Sicht. Die Glasscheibe da ganz oben sorgt hier für Aufregung, wie alles was hier ein wenig ungewöhnlich oder einfach nur neu ist.  Fisch, kleiner Fuchs und ich finden sie grandios.

Toooor!

7. Juni 2016

Diese Woche ist es endlich so weit - die Euro beginnt! Ganz Österreich ist schrecklich aufgeregt, schließlich hat es unsere Mannschaft erstmals durch eigene Qualifikation geschafft. Mein Kind liebt Fußball - auch wenn seine Stärken definitiv anderwertig gewichtet sind. Seis drum, Freude macht es es. Bitte beachtet die feinen Details: die gefärbten Wangen sowie die Kapitänsschleife am Arm ;-)


Ertmals seit 5 Jahren haben wir dem Kind ein "Ausbeuter-Leiberl" gekauft. Im Grund jammert er mich schon seit Wochen an, ich solle ihm ein Fußballdress nähen. Aber natürlich mit Adler und so. Davor drücke ich mich seit Wochen, bis schließlich meine Mann Mitleid mit dem Kind hatte und ein Shirt vom Diskonter mit nach Hause gebracht hat. Das erste gekaufte Klumpert-Shirt seit fünf Jahren - ich finde das geht klar!


Genäht hab ich dazu eine Fußballhose. Der Stoff ist vom Müller aus Kritzendorf, also mit großer Sicherheit ethisch und ökologisch in der bedenklichen Ecke angesiedelt. Aber für König Fußball springen wir mal über unseren Kleidungsschatten.


Der Schnitt ist Bo in 134, die Seitentaschen sind selbst abgewandelt. Der Hosenbund ist - wie so oft - eine Upcycling. Knopfloch und Bund sind von einer alten Jeans. Statt Zipp gibt es Klettverschluss, das ist nervenschonender.


DAS Geschenk

31. Mai 2016

Wir haben eine Einladung in die Steiermark bekommen, ein Gastgeschenk musste her! Der Herr des Hauses hat vor Ewigkeiten diese Tasche von mir bekommen, nun sollte auch die Dame eine passende Tasche erhalten: Charlie-Bag mein Geschenks-Wunderwerkzeug! Ein Zusatz-Muss sind ein Schlüsselanhänger und eine Zipp-Tasche. Außerdem gibts an beiden Außenseiten Taschen. Eine Tasche ohne zusätzliche Täschchen ist einfach nix.


Die liebe Beschenkte trägt eher geradlinige, klar geformte und gefärbte Kleidung. Ich hab versucht nicht zu viele Muster einzubauen - bei den Farben konnte ich mich dann nicht wirklich zurückhalten. Ich konnte mich nicht entscheiden, also hab ich den Ball dem Mann zugespielt, er entschied sich für Grün-Blau "weil das so gut zu ihren Augen passt" - und es passt!


Die Taschenhenkel sind einge Zentimeter verlängert, so wie ich es immer mache, wenn ich den Schnitt für große Personen nähe. Ein Upcycling musste natürlich auch mit rein. Diese Hose, mit der Änderung, hat nun einen neuen Platz gefunden. Ich liebe es alten Teilen eine neue Bestimmung zu geben!

Wie es war in der Steiermark? Total gemütlich. Seht selbst:




Hero-Hose

25. Mai 2016

Mittwochs mag ich... Buben in kurzen Hosen. Mädls auch, aber die stehen mir nähtechnisch nicht zur Verfügung. Ich mag die Zeit in der Kinder Schuhe und Socken und obenrum einen warmen Pulli anhaben, untenrum aber die nacken Wadln rausgucken. Das ist irgendwie süß!


Unser neuestes Werk ist der Schnitt Holiday, die längere Variante, aus Ottobre 3/15. Der Vordertasche hab ich etwas mehr Schwung verpasst, die Hintertasche ist gänzlich anders, sie stammt vom Schnittmuster Bo. In Größe 134 sitzt sie wirklich prima, alles passt.


Am Hosenbund gibts ein klitzekleines Upcycling. Der grüne Teil ist von einer alten Tanten-Jeans. Upcycling kann so praktisch sein, damit erspare ich mir das Knopfloch nähen. Der restliche Teil des Bundes ist aus Jersey, ein Gummiband ist eingezogen. Der Hosenschlitz ist mit Klettband zu öffnen. Das ist leichter zu nähen als ein Zipp und das Kindlein, ääääh der Hero, findet es so auch praktischer.

Edit: Nein, ihr habt es nicht überlesen, irgendwas vergess ich immer. Die Stoffe sind von Ikea, aber schon einige Jahre alt.



Wunschlos?

17. Mai 2016

Eine liebe Freundin von mir ist 40 geworden. Quasi wunschlos glückliche 40. Wir sollten einfach alle zum Fest kommen - das reiche! Geburtstag ohne Geschenk? Geht gar nicht!


Ich meinte rausgehört zu haben, dass eine Tasche ganz in Ordnung sei. Eine Alltagstasche, so eine Ich-stopf-rein-was-den-ganzen-Tag-so-anfällt-Tasche. Genäht hab ich eine Charlie-Bag, mein Allroundschnitt für jede Lebenslage. Die 40 mussten irgendwie mit drauf, aber subtil. Geworden ist es ein umlaufendes Regenbogenband aus 40 verschiedenen Stoffstücken. Dank Malala hab ich Paper Piecing gerade für mich entdeckt. Die umlaufende Linie habe ich selbst gezeichnet. Die Kanten des bunten Schwunges habe ich mit Schrägband eingefasst und auf die Tasche genäht. Endlich hab ich eine Bestimmung für meine Restekiste gefunden! Selbst klitzekleine Stücke kommen so hervorragend zur Geltung.


Ein paar eingenähte Insider-Schnickschacks gibt es natürlich auch. Tasche und Geburtstagskind scheinen prima miteinander auszukommen. Sie entfernen sich, wenn sie außer Haus sind, nie weit voneinander.


Eine neue Liebe?

5. Februar 2016

Wie das bei der Liebe so ist... sie kann einseitig sein. Als ich den neuen Schnitt Mateo von bienvenido colorido gesehen habe war es um mich geschehen. Die Kragenlösung gefällt mir sehr. Sehr sehr! Die Stoffmixvarianten, die dieser schräge Ausschnitt ermöglicht, lassen mein wildes Kombi-Herz höher schlagen.


Mein Mann findest den Ausschnitt scheußlich. "Als nächstes nähst eh wieder den normalen Schnitt." Der kleine Fuchs findet ihn o.k. Immerhin. Da besteht noch Hoffnung. Die Schulterpartie ist groß genug, das nächste Leiberl - so schnell geb ich nicht auf - schneide ich um den Körper etwas großzügiger zu.


Was neu ist: Grau am Kind. Dagegen hat sich mein rebellisches Farb-Herz bis jetzt verschlossen. Geht mal in eine Bubenabteilung eines Kaufhauses.
  1. Klitzeklein.
  2. Scheußliche Zahlenapplikationen - im besten Fall. Meist jedoch heroischer Superman/Helden Pomp.
  3. Grau - Blau - Kacki (=Khaki)
Wie immer: einzementierte Positionen sollte man überdenken. Grau am Kind schaut gut aus.



Wahrscheinlich habe ich den Hosenschnitt Bo schon 20 mal genäht. Trotzdem... Fehler sind immer drin. Ich hab den Sattel verkehrt angenäht. Egal. Ein Eckerl dazugepfistert und es schaut aus wie gewollt.

Den entzückenden Autostoff hat das Füchslein von meiner Tante bekommen, der graue Jeansstoff war mal eine Oma Jeans. Die Hose ist also wieder mal ein fast 100 prozentiges Upcycling.