Retz

18. März 2016
Sight Seeing im Heimatbezirk
touristisch betrachtet echt nett
mit Hintergrundwissen
so wie überall
es gibt Deppen und großartige Menschen
und Spiegelungen gibts natürlich auch
 
Rathausturm und neue Ideen

Rathausturm und Apotheke
unterm Hauptplatz

Retz, Lower Austria
a lovely spot - on the place and under the place

Musikverein Wien

11. März 2016
Die erste Assoziation eines Österreichers ist: Neujahrskonzert - Goldener Saal
Ganz tief im Bauch dieses wunderbaren Gebäudes versteckt sich aber ein weiterer, goldener, ganz moderner Saal: der Gläserne Saal
Seine Wände und Decken sind aus Glas. Komplett. Wie das akkustisch hinaut... keine Ahnung? Aber es klappt! Wände und Decke sind mit gebogenen Glasplatten verkleidet, Blattgold ist in das Glas eingelassen. Dieser goldene Schimmer im vierten Untergeschoß ist eine Wucht!
Wir haben ein Konzert vom holstuonarmusigbigbandclub gehört, also waren auch ein Großteil der Instrumente noch golden. Ein Augen- und Ohrenschmaus!
HMBC Kennt ihr nicht? Vo Mello bis ge Schoppornou bestimmt schon, das wurde im Radio rauf und runter gespielt.
Mit dem neunen Sänger Ossi klingt der HMBC anders - aber gut!!! Ein bisschen "musikalischer", ein wenig Fokus von der Stimme weg zu den Instrumenten - ich mag das. Hier ein (altes) Beispiel der grandiosen Musikalität von HMBC. In Kategorien lassen sie sich nicht so leicht stecken!



Musikverein Vienna
I'm sure you know the Great golden Hall from the New Year's Concerts. This hall ist called Glass Hall, it is in the fourth basement floor.  The walls and the ceilling are made of glass. Golden glass.  


Mamas Tuch

9. März 2016


Das Tuch hab ich vor einem guten Jahr ganz flott gestrickt. Meiner Mama gings nicht sonderlich gut, ständig war ihr kalt. In ein paar Abenden war das Tuch - dessen Wolle sie mir mal geschenkt hat - fertig. Ich bin nicht mal zum Fotografieren gekommen, sie hat es von den Nadeln weg gleich getragen. Sie hat es geliebt, das ganze letzte Jahr über ständig getragen. Und nun trag ich es. Mamas Tuch. Fühl mich gut darin. Es ist leicht und doch warm. Kräftig in der Farbe und doch sanft. Hat eine klar definierte Form und schiegt sich doch so gut an. Trägt wohl ihre Schwingungen noch mit.


Anleitung: Clapo-Ktus
Wolle:  Yak-Seide aus dem Woll-Land

Alles!

4. März 2016
Ich will oft alles an in Ideen in ein Projekt packen. Schließlich hab ich so viele Ideen und so wenig Zeit. Dass weniger Unbekannte in einem Projekt die Dauer dieser Arbeit erheblich verkürzen... das könnt ich mir schön langsam mal merken!


Ich habe eine neue Brille! Grün und ein sehr dunkles Violett. Es wirkt eher blau, außer die Sonne scheint hinein. Daher ein ganz logischer Schluss:

1. Ich brauche ein Shirt in diesen Farben!
2. Die Frühlingspost steht an, fischiger Siebdruck gehört probiert.

Den Siebdruck-Erst-Wahnsinn lest bitte letzte Woche nach... schrub schrub


Ich Depp nehme natürlich einen Schnitt (Martha von Milchmonster), von dem ich schon weiß, er gehört angepasst. Das hab ich dann auch gemacht. Nämlich nachdem alles zusammengenäht war... Ich habe den Fisch sozusagen filletiert, ein paar Gräten hier und da entfernt und wieder zusammengenäht. Die Ärmel hauen noch nicht hin, aber das wir beim nächsten Stück hoffentlich besser.


Einen klitzekleinen Unsicherheitsfaktor gibt es noch. Die Farben müssen erst im Backrohr fixiert werden. Fall das Leiberl dort nicht abfackelt, oder die Fische in der Waschmaschine bleiben, werd ich mir noch einen Loop dazu nähen. Denn es scheint so, als ob das Leiberl grundsätzlich bequem sei. 






Februar 12tel 2016

28. Februar 2016


Was hat sich geändert in Laufe des Monats?
Der Schnee ist weg.
Es regnet... gefühlt den ganzen Februar lang.
Die Weingärten sind geschnitten.
Zwei Leute marschieren am Weg, im Hintergrund, durch den Regen.
Die Tafel, die voller Schnee war, ist weg.


Und nun der 4 Jahres-Blick:

 

Schau oba!

27. Februar 2016



Liebe Pallas Athene vorm Parlament!

I bitt di schau wieder amoi im Palament vorbei. Du ois Griechin warst durt grod richtig. I glaub wir kunnten a wengerl von deiner Weisheit wieder amoi brauchn.

Liebe Grüße, a Österreicherin


rabenschwoarz is da heitige Himme - In Heaven

Fisch am Freitag

26. Februar 2016

So einfach hab ich mir das vorgestellt:
  • eineinhalb Stunde Zeit
  • mein neu erstandener Siebdruckrahmen wird getestet
  • ein Fischmotiv - zur Probe für die Frühlingspost und schließlich ist ja auch Freitag..
  • dann fixier ich die Farbe
  • und beginne gleich zu nähen
  • ...das zieh ich heute noch an


Nun...
Ich habe mich für wasserbasierte Farben entschieden. Im Grund ist mir klar, dass ich die flott verdrucken muss. Im Speziellen ich hier gedruckt, und dort, und da auch noch... will ja alles gut getestet sein.


Mit meinem dreischichtigen Motiv wird es heute nix mehr. Geschweige denn aus dem Leiberl. Ich putze. Ich schrubbe. Ich fluche. Ich putze. Ich wasche ab. Ich schrubbe... und das wohl noch länger.


Zwischendurch gibts doch noch Fisch. Flotten Fisch, denn ich putze. Ich schrubbe. Ich fluche.


Fisch am Freitag

wuuuuuum

19. Februar 2016

mit dem Zug
ins Theater

going by train
into the theatre

Vienna
Austria


Das verkleidete Shirt

9. Februar 2016

Heute, am Faschingsdienstag, zeige ich euch nicht ein verkleidetes Kind. Nein, zu einfach! Wir Nähverrückten verkleiden sogar Schnitte...
Aktuell passiert mit dem Shirt Tomboy in Größe 134/140. Ich hab ganz viel weggelassen und noch viel mehr dazugefügt.


die Bubenversion:
a - vorne einen Zwickel eingenäht
b - hinten einen Zwickel eingenäht
c - Bogen am Saum eingefügt

die Mädchenversion:
d - Ärmel um 4 cm in der Mitte erweitert und gekäuselt
e - mit einem Bündchen die Weite beim Abschluss rausgenommen
f - Länge gekürzt und Rockteil angenäht

Manche von euch ahnen schon wo der Wind herweht. Stimmts?
"Mama. Veronika hat Geburtstag. Ich schenke ihr was Genähtes. Und ich will das auch haben."

Die Freundin hat sich also durch meine Stoffberge gewühlt und den Ringelstoff und Rot rausgezogen. Sie teilte so gar nicht des Füchsleins Begeisterung -ganz gleich- auszusehen. Und sie wünschte sich ein Kleid. Und so begann also Tomboys Faschingsverkleidung.

Eine neue Liebe?

5. Februar 2016

Wie das bei der Liebe so ist... sie kann einseitig sein. Als ich den neuen Schnitt Mateo von bienvenido colorido gesehen habe war es um mich geschehen. Die Kragenlösung gefällt mir sehr. Sehr sehr! Die Stoffmixvarianten, die dieser schräge Ausschnitt ermöglicht, lassen mein wildes Kombi-Herz höher schlagen.


Mein Mann findest den Ausschnitt scheußlich. "Als nächstes nähst eh wieder den normalen Schnitt." Der kleine Fuchs findet ihn o.k. Immerhin. Da besteht noch Hoffnung. Die Schulterpartie ist groß genug, das nächste Leiberl - so schnell geb ich nicht auf - schneide ich um den Körper etwas großzügiger zu.


Was neu ist: Grau am Kind. Dagegen hat sich mein rebellisches Farb-Herz bis jetzt verschlossen. Geht mal in eine Bubenabteilung eines Kaufhauses.
  1. Klitzeklein.
  2. Scheußliche Zahlenapplikationen - im besten Fall. Meist jedoch heroischer Superman/Helden Pomp.
  3. Grau - Blau - Kacki (=Khaki)
Wie immer: einzementierte Positionen sollte man überdenken. Grau am Kind schaut gut aus.



Wahrscheinlich habe ich den Hosenschnitt Bo schon 20 mal genäht. Trotzdem... Fehler sind immer drin. Ich hab den Sattel verkehrt angenäht. Egal. Ein Eckerl dazugepfistert und es schaut aus wie gewollt.

Den entzückenden Autostoff hat das Füchslein von meiner Tante bekommen, der graue Jeansstoff war mal eine Oma Jeans. Die Hose ist also wieder mal ein fast 100 prozentiges Upcycling.

Lego!

3. Februar 2016
Mittwochs mag ich... Lego!


Lego spielen MIT dem Kind, aber auch Lego AM Kind! Wir spielen tatsächlich beide gerne Lego. Entweder entstehen Bahnhöfe, Aussichtstürme - ganz nach unseren Ideen. Aber auch Bauanleitungen liebt der kleine Fuchs heiß. Und da Mama und Papa schon gerne Lego gespielt haben und sehr ordentliche Eltern hatten gibt es einen irren Fundus. Seht ihr den Plastikturm im Hintergrund? Ein kleiner Teil unseres Hochlagers. Wir zerlegen nicht einfach nur - nein! Wir ordnen. Plättchen, Sonderplättchen, schräge Teile, einreihig,... und so geht das weiter. Findet ihr schräg? Kann ich verstehen ;-)

Richtig verrückt ist auch das aufgenähte E am Rücken. Das besteht aus Einzelteilen, fein säuberlich im Verbund wieder zusammengenäht. 
Das Shirt ist aus Ottobre 3/14. Es ist des Füchsleins ultimativer Lieblingsschnitt -  diesemal in neuer Größe 140. Und noch echt reichlich. Soll ja aber auch ein Weilchen halten. So schnell wird unsere Legoleidenschaft nicht verfliegen. 

Jänner 12tel 2016

30. Januar 2016

Wenn man meinen 4-Jahres-Blick betrachtet, dann könnte man meinen bei uns ist der Jänner schneereich. Wirklich viel Schnee - den ganzen Jänner über! - gab es nur 2013 im Garten. Der Waldrand 2014 kann nur mit interessanten Wolken punkten. 2015 und 2016 reichte es wenigstens zum Toben. was man auch gut sehen kann: Es ist düster bei uns im Jänner. Die Sonne lässt sich meist nicht all zu oft blicken.



Meinen neuer 12tel Blick befindet sich in Langenlois, ihr blickt auf das beliebte Ausflugsziel Loisium. Der Kubus ist der oberirdische Teil der Weinerlebniswelt. 

Die Fassade ist zur Gänze aus Aluminum. Sie kann mit etwas mehr Licht als an diesem Tag wirklich wundervoll aussehen! Unter der Erde erstreckt sich das 900 Jahre alte Kellerlabyrinth, das sich im Grunde durch die ganze Langenloiser Altstadt zieht.


Der Kubus steht auf einem Plateau über der Altstadt, dann geht es aber noch richtig hoch hinauf, auf den Schiltinger. Oben am Schiltinger liegt die Katastralgemeinde Schiltern. Der Weg durch die Weingärten ist gesäumt mit unzahligen Wissenstationen und Kunst-Installationen. Am Bild kann man nur erahnen, wie fein der Kubus aussehen kann. Ihr konnt den Kirchturm entdecken, links davon befindet sich das Loisium. Die sehr spärliche Sonne dieses Winternachmittags bringt eine Seite zum Spiegeln.


Auf dem Hochplateau ist in den letzten Jahren eine große Siedlung entstanden (hinter mir). Früher war der gänzlich frei stehende Kubus wesentlich beeindruckender, aber der Siedlungsname "Lange Sonne" ist Programm! Meine Schwester hat eine Wohnung dort. Das ist auch der Grund warum ich mich für diesen Blick entschieden habe. Ich hatte fototechnisch interessantere Blicke im Auge, aber so "muss" ich einmal im Monat fotografieren und ein Spiele-Nachmittag ist die nette Nebenerscheinung.



Ich freue mich schon so auf eure neuen Ein- und Ausblicke. Wie immer bei Tabea - danke dir!

Putz-Pinguin

29. Januar 2016
Ich putze nicht gerne.

Aber wenn so ein kleiner Putz-Pinguin
das Bad unter Wasser setzt
ist das doch irgendwie zauberhaft.

I hate to clean the house.
But with this little penguin it works. 

Dezember 12tel 2015

20. Januar 2016

Normalerweise fallen mir Jahreswechsel sehr leicht. S
Sie sind mir nicht wichtig, es ändert sich ja nur eine Zahl an der Einerstelle. Das wirklich große Fest zu dieser Zeit ist Weihnachten für mich, Silvester ist mir echt egal. Vorsätze wälze ich keine - ich kenne mich zu gut. Änderungswünsche brauchen den richtigen Zeitpunkt, einen von mir gewählten. Jahresanfänge beschäftigen mich nicht sehr. Ich freue mich einfach auf das was kommt.

Aber heuer ist das irgendwie anders.  Es fällt mir schwer das Jahr 2015 loszulassen - ich habe das Gefühl es noch nicht verlassen zu haben. Es war kein leichtes, unbeschwertes Jahr. Es hat einige Abschiede beinhaltet. Abschiede von Träumen und Personen. So trüb das nun klingt, es fallen mir auch unzählige wundervolle Begebenheiten in diesem Jahr ein - mein Glas ist eben tendenziell halb voll statt halb leer.

Zum Jahresende hin ist mir das Jahr richtiggehend in den Fingern zerronnen. Schön langsam klaube ich die Fäden wieder auf und webe mir ein Ende.

Ein Abschluss - auf den ich mich richtig gefreut habe - ist die Vollendung meines 12tel Blickes. Der genaue Blick auf Summeres Weinkeller endet bei Prachtwetter und einigen Schneeflöcken. Dadurch wird die Fotoschleife so richtig schön rund!

Es ist bereits der Dritte 12tel Blick! Wehmut und Freude mischen sich auch hier kunterbunt durcheinander.







Doch Mittwochs - wie auch an anderen Tagen - möchte ich den Tag mit guten Gefühlen beenden. So weh er tut, mein Gartenblick 2013 - er stimmt mich dankbar und fröhlich. Daher muss ich euch den November und Dezember 2013 nochmals zeigen:




Die letzte Näharbeit

6. Januar 2016

Die letzte Näharbeit des Jahres 2015 ist auch die allerletzte die ich für meine Mama machen durfte. Über den Dezember verteilt sind einige Hauben entstanden um ihren kahlen Kopf zu schützen. Schutz vor Kälte aber auch vor Blicken.
Das allerletzte Nähwerk ist gemeinsam mit dem kleinen Fuchs entstanden. Er hat für seine Oma ein Botschaft eingenäht. Zur äußeren Wärme gesellt sich also hier noch eine innerliche Wärme dazu. Und die konnte sie brauchen, meine Mama. Denn es war Zeit zu gehen.

Wir sind traurig.
Aber auch dankbar!
Dankbar, dass sie 14 Jahre ihren Mitbewohner Krebs in Schach gehalten hat, ihm nicht erlaubt hat Oberhand zu bekommen. Auch wenn viele leidvolle Tage dabei waren - sie war immer positiv. Ich kenne keinen positiveren Menschen als meine Mama! In diesen 14 Jahren ist meine Schwester erwachsen geworden, der kleine Fuchs ist sieben. Ihm war sie ein feine Oma! Ich bin so dankbar, dass sie so lange für uns gekämpft hat.

Dankbar bin ich auch, dass wir sie in den allerletzten Tagen begleiten konnte. Sie lag im Krankenhaus Krems, auf einer ganz normalen Station. Die Art wie Schwestern, Ärzte, Pflegehelfer, Reingungsdamen mit ihr - und uns Angehörigen - ungegangen sind, das war äußerst achtsam. Das ganze Umfeld war wesentlich liebevoller als ich es mir zu wünschen gewagt hätte. Tag und Nacht, einfach immer, war jemand von uns bei ihr. Was für ein Segen!

Diese Zeit des Abschiednehmens war eine intensive. Emotional und zeitlich eine Hochschaubahn der Gefühle. Doch in dieser traurigen Zeit waren auch unglaublich viele kleine, feine Begebenheiten verborgen. Ich habe das Gefühl in diesen Tagen einige kleine, feine, immatrielle Schätze gesammelt zu haben. Ich bin mir sicher das musste so sein. Diese Kleinigkeiten wollte Mama uns noch mitgeben. Danke!

Mittwochs mag ich...

9. Dezember 2015
... Überraschungen
... ein Geschenk das einfach so, grundlos, zu mir findet.
... Bloggerinnen, die an mich denken.

Mittwochs mag ich nicht
... die Erkenntnis woher mein Blognamen-Spruch stammt.



Andrea - Holunder - hat den Buchtitel gelesen - an mich gedacht - und das Büchlein verschickt. Ein paar Tage war ich recht sprachlos glücklich. Jetzt hab ich ein paar Buchstaben gefunden und sage ganz beseelt: Danke!

Das Büchlein ist einfach ein Volltreffer. Ich mag Sprichwörter und Redewendungen, ich weiß auch gerne woher sie kommen und was dahiner steckt. Abgesehen von meinem Blognamen ;-) So ein bissl obergscheite Phrasen in einem Gespräch einstreuen, das mache ich gerne. Das Feinste ist aber das Gefühl, dass sie an mich gedacht hat.

Gut, das muss wohl auch noch gesagt sein: Verflixt und zugenäht kommt entweder von schlagenden Burschenschaften. Jemand bekommt einen Schmiss - verflixt! ...dann muss die Backe genäht werden... na ja. Nicht meine Welt.
Irgendwie noch schlechter... verflixt - ein Kind ist unterwegs... also wird der Hosenlatz zugenäht.

Wer jetzt pikiert ist und auf Nadeln sitzt, wem meine fadenscheinigen Argumente  gegen den Strich gehen, der soll nur im Schneidersitz mit dem Shuttelbus, der hoffentlich gut in Schuss ist, Blau machen.

Da ich nur mehr Flausen im Kopf habe, werde ich jetzt die Leine ziehen.


Christbaumkugeln

4. Dezember 2015

Ich bin mit dem kleinen Fuchs unterwegs.
"Wollen wir uns eine schöne Kugel kaufen?",  frage ich.
Verständnisloser Blick: "Uns bringt ja immer das Christkind die Kugeln..."
Ja. Eh. Betrachten ist auch schön!

Fuchs du hast die Gans gestohlen

3. Dezember 2015

Seit gut zwei Monaten ist dieses Leiberl nun fertig und dämmert in den tiefen meines Kastens dahin. Warum?
Nicht etwa wegen der scheußlichen Passform. Wer mag kann die Ich-will-auch-ein-Raglan-Leiberl-Geschichte hier nachlesen.

Nein, nein!

Die Geschichte spielt montags. Ich komme mit dem frisch genähten Shirt in die Schule, ein leichtes Jäckchen darüber. Die Fuchsohren blitzen gerade mal so raus. Der erste Schüler, D., bemerkt: "Du hast ja eine neues Leiberl! Was ist denn da drauf?" "Das zeige ich euch im Morgenkreis", ist meine geheimnisvolle Antwort. Ich wollte nicht 20 extra Bestaunungen, so viel Ahs und Ohs sind fürs Ego fast schon zu viel.

Der Morgenkreis beginnt, die ersten Kinder erzählen vom Wochenende, dann kommt C. dran.

"Ich muss euch was erzählen."
Eindringliche Stimme, gekonnter Augenaufschlag.
Ich freue mich auf die Geschichte, weiß ich doch dass C. ein wirklich gutes Erzähltalent hat.

"Es ist was wirklich Schlimmes passiert."
Dramatischer Seufzer folgt.
"Nicht, dass ihr euch fürchtet,..."
Dramatische Pause.
Ich überlege ob ich schon mal die Taschentuchpackung holen soll.
C. ist einfach ein begnadeter Gschichtldrucker.

"Ich war bei meiner Oma. Die hat ja drei Gänse..."
Aaaaaahaaaaa?

"Also sie hat drei Gänse gehabt. Jetzt..."
Laaaange Pause.
 "Jetzt lebt nur mehr eine."
Ich habe ganz unauffällig meinen Zipp ein Stückchen höher geschoben
und das Tuch ein wenig tiefer gezupft.

"Überall sind die Federn rumgelegen.
Meine Oma hat gemeint, da ist bestimmt der Fuchs gekommen."
Ab da hab ich nur mehr inständig gebetet, dass D. mein Leiberl vergessen hat...



Hat er auch! C.s Talent sei Dank war meine Wochenendgeschichte vollkommen überflüssig. Nun ist wohl ein wenig Gras über die Sache gewachsen. Nun traue ich mich es anzuziehen.

Advent.mail.art.2015

1. Dezember 2015

Katzische Gelassenheit ist auf meiner heurigen Adventpost zu sehen... 
Die ist auch wirklich angebacht, wenn ich meine Drucke berachte. Zufrieden bin ich heuer so gar nicht damit! Der Druckstock - ein Getränkekarton - hat die Farbe sehr schlecht angenommen. Liegt es an der Acrylfarbe oder an der Art des Getränkekartons? Mein allererster Probedruck entstand mit einem Milchpackerl. Die Ergebnisse gefallen mir besser. Da Milchverpackungen bei uns aber alle eine kleineres Format als A6 haben, habe ich schließlich mit einem Orangensaft-Packerl gedruckt. Im Grunde ist es eine ganz einfache Art eines Tiefdrucks: In den Karton das Motiv mit einem Kugelschreiber eingravieren, mit Farbe einstreichen, abdrucken.


Das wäre mein erstes Motiv gewesen. Hätte ich doch besser das verschickt? Ich dachte das schlechte Druckergebnis läge an einem zu Viel an Linien. Da ich aber diesmal den Reigen der Adventpost eröffnen darf, war meine Experimentierzeit recht beschränkt. Also: katzische Gelassenheit. Ich weiß, dass sich meine 23 Mitpostlerinnen sehr freuen ihre erste Karte in Händen zu halten - ob perfekt oder nicht - der Advent hat begonnen! Wünsch euch eine feine Zeit!