"Frauen sind die Hoffnung für unseren Kontinent.
Sie sind die besseren Friedensstifter.
Und zwar aus einem ganz einachen Grund:
Frauen kriegen Kinder, sie übernehmen die Erziehung,
sie halten Familien und Gemeinden zusammen.
Ich glaube, dass sie deshalb versuchen, Gewalt in Konflikten zu meiden.
Sie wissen was auf dem Spiel steht.
Die Frauen müssen sich ihrer Macht bewusst werden.
In Liberia waren wir erfolgreich, weil wir uns zusammengeschlossen haben.
Uns war egal wer Muslimin und wer Christin ist oder welchem Stamm wir angehörten.
Frauen machen in Kriegen vor allem eine gemeinsame Erfahrung:
Sie sind Opfer.
Ihre Kinder sterben, sie werden vergewaltigt."
Leymar Roberta Gbowee wurde 1972 in Liberia geboren. Aufsehen erregte unter anderem ihr Aufruf zum "Sex-Streik", wo Männer durch permanenten Sex-Entzug zu einer pazifistischen Politik gezwungen werden. 2011 erhielet sie geimensam mit Ellen Johnson Sirleaf und Tawakkul Karman den Freidensnobelpreis.
Ich frage mich:
Ist das so? Sind Frauen die besseren Friedensstifterinnen?
Ich weiß es nicht! Ich beobachte in meiner Umgebung - im Bekanntenkreis, in der Gemeinde, in der Schule - dass Frauen oft die pragmatischere Lösung wählen, sich eher mit den Gegebenheiten abfinden und daraus was machen.
Aber immer? Meistens? Ich weiß nicht.
Gibt es diesen Unteschied zwischen den Geschlechtern? Ob Frauen in Machtpositionen so viel anders handeln? Macht Ursula von der Leyen ihren Job als Ministerin anders als ein Mann es tun würde?
Bei einem bin ich mir jedoch sicher:
"Frieden kannst du nur haben, wenn du ihn gibst."
Marie von Ebner-Eschenbach